Familienunternehmen zwischen Tradition und Zukunft - Im Gespräch mit Führungskräfteexperte und Buchautor Wolfgang Doell
Shownotes
Familienunternehmer suchen in der Nachfolge oft einen Klon von sich selbst. Warum das selten die beste Lösung ist und worauf es wirklich ankommt, darüber spreche ich mit Wolfgang Doell.
Wolfgang Doell hat über Jahrzehnte Führungskräfte – insbesondere für Familienunternehmen – vermittelt und seine Erfahrungen in dem Buch „Widergespiegelt – Skurriles aus der Chefetage“ festgehalten.
In dieser Folge sprechen wir darüber,
• warum die Passung zur Unternehmenssituation wichtiger ist als ein makelloser Lebenslauf, • welche Fehler Familienunternehmen bei Nachfolge- und Führungsentscheidungen häufig machen, • wann interne Kandidaten im Vorteil sind – und wann externe Führungskräfte die bessere Wahl sein können, • weshalb sich die Anforderungen je nach nationaler oder internationaler Ausrichtung deutlich unterscheiden, • woran Unternehmer erkennen können, dass ein Familienmitglied für die Nachfolge nicht geeignet ist, • welche Chancen und Hürden eine unternehmensexterne Nachfolge mit sich bringt, • welche Muster erfolgreiche Familienunternehmen in der Nachfolge gemeinsam haben, • warum ein kompetenter Beirat oft über Erfolg oder Misserfolg entscheidet und • welche Eigenschaften Führungskräfte mitbringen sollten, um langfristig erfolgreich zu sein.
Wolfgang Doell hat ein Zitat mitgebracht und inspiriert den Blick in die Zukunft zu wagen.
Im Konflikt der Woche geht es um Status, Machtausübung und Kontrolle – und warum das geopolitisch unterschiedlich zu bewerten ist.
Außerdem sprechen wir über die Zukunft von Führung in Familienunternehmen: Welche Veränderungen stehen bevor? Welche Chancen ergeben sich gerade jetzt? Und warum können Familienunternehmen in einer zunehmend komplexen Welt sogar einen entscheidenden Vorteil haben?
Eine Folge über Führung, Nachfolge, Verantwortung und die Frage, wie Familienunternehmen auch in Zukunft erfolgreich bleiben können.
In der Folge informieren wir auch über eine Lesung des Buchs an unserem Standort in Eltville.
Mehr über unsere Arbeit:
https://www.wiffler-beratung.de/Consulting-Beiratstaetigkeit/
Transkript anzeigen
00:00:00: Heute ist Wolfgang Döll bei mir zu Gast.
00:00:02: Er hat jahrzehntelang erfolgreich Führungskräfte vermittelt, war auch die letzten zwanzig Jahre selbstständig und hat mehrere Standorte etabliert – auch international!
00:00:15: Und seine langjährigen Erfahrungen hat er niedergeschrieben in seinem Buch Widergespiegelt Scurrilis aus der Chefetage Und dort gewährt er einen ungewöhnlich offenen Blick hinter die Kulissen von Führungsetagen und Kandidaten, und schildert in über- achtzig Episoden Begegnungen und Situationen, die mal amüsant auch mal irritierend und oft erstaunlich menschlich sind.
00:00:43: Und seine zentrale Beobachtung ist – auch im Topmanagement finden sich dieselben Stärkenschwächen UND Konflikte wieder wie überall!
00:00:53: Herzlich willkommen, lieber Herr Döll.
00:00:55: Wie schön dass Sie da sind!
00:00:57: Vielen Dank.
00:00:57: Wir waren jahrelang Personalvermittler und haben darüber einem Buch geschrieben.
00:01:01: Da kommen wir vielleicht noch dazu.
00:01:03: Mich interessiert wie viele Jahre waren es denn?
00:01:06: Achtunddreißig sind's bisher.
00:01:08: Operativ bin ich nicht mehr in der Geschäftsführung.
00:01:12: Das Unternehmen gibt's noch mit aber operativ... durch jemanden geleitet und ich habe mich sozusagen auf eine Frühstückstirektorenfunktion zurückgezogen.
00:01:21: Ach ja, wer kann der kann?
00:01:24: Und da bei den Vermittlungen ging es um C-Level Position.
00:01:29: Sie haben Führungsöfte vermittelt.
00:01:30: Gemessen an der Unternehmensgrösse C Level oder B Level.
00:01:35: insofern immer irgendwie top oder gehobeneres Mittelmanagement.
00:01:42: Gab es ein Ausschließen des Ereignisses oder die eine Geschichte, bei der sie dachten auch darüber muss ich jetzt unbedingt einen Buch schreiben?
00:01:49: Ja.
00:01:49: Die eine Geschichte ist sicherlich ein Ausgangspunkt gewesen.
00:01:53: Es gibt sicherlich eine Geschichte wo man sagt oh das war ein bisschen merkwürdig.
00:01:58: Bei der zweiten oder dritten gibt es dann so'n Fundament wo man erzählt und man erzählt dass im Freundesum bekannten Kreis.
00:02:05: Dann kommt die Frage hoch willst du das nicht mal aufschreiben?
00:02:08: Das hat dann bei mir, in so einem gedauertes Aufschreiben.
00:02:13: Aber das Absurde war diese Geschichten... Es sind ja dann in meinem Buch über achtzig geworden.
00:02:20: Irgendwann nicht mehr aufgehört haben und es kam eine nach der nächsten, aber ich muss schon sagen dass so viel Unterhaltsam ist in der Managementwelt steckt.
00:02:29: das kann einen erst überraschen wenn man so ein bisschen emotionalen Abstand und rationaler Abstand von der Arbeitswelt hat die Zeit hat das mal Revue passieren zu lassen Und Ich würde den Zuhörner draußen sagen, dass es wichtig ist Dass man sich Zeit nimmt.
00:02:45: Die Zeit die wir uns nehmen ist die Zeit, die uns auch etwas gibt.
00:02:49: Also mehr hat das in dieser Phase des Schreiben über ein Jahr eine Menge Spaß gebracht am Ende.
00:02:56: Aber wie darf ich mir das denn vorstellen?
00:02:58: Hatten Sie Aufzeichnungen darüber?
00:03:00: Ja also es fing mit handschriftlichen Notizen an, die ich über die Jahrzehnte dann Zugriff hatte.
00:03:08: Es gehen natürlich darum dass man Personen, Kandidaten, Klienten und Kollegen natürlich auch Archivmaterial hat.
00:03:16: ja über Lebensläufe, über Interviewnotizen.
00:03:20: Über Tagesschau heute, Presse, Radio konnte man auch noch in der Nachlese einiges an Informationen beschaffen und Erinnerungen wieder
00:03:28: hochrufen.".
00:03:29: Also es gab nicht nur diese eine Geschichte sondern bei ihnen sind sie jetzt als fünfundachzig Episoden geworden in ihrem Buch widerspiegelt und es gibt nicht so die eine Geschichte wo sie sagen was das war.
00:03:41: Das war das Krasseste.
00:03:42: Nee, die eine Geschichte... Das ist halt wie in unserer Gesellschaft, die gesamte Klaviatur.
00:03:48: Wenn man sagt so ... In der Musik-Szene sagt man Sex, Trucks und Rock'n Roll Und so ist es letztendlich in der Topmanagementwelt auch wenn man sich mal kritisch anschaut Warum sollte es auch anders sein?
00:03:59: Also alles was man vielleicht hören und sehen will oder nicht ist dabei skurriles abartiges schönes.
00:04:08: Es ist schon interessant Wenn man den Abstand hat, das zu analysieren auch.
00:04:12: Wie weit Menschen gehen sich zu entblößen?
00:04:15: Aber unterm Strich war mein Bestreben – das ist glaube ich ganz wichtig – des Bruch zu anonymisieren.
00:04:22: Das heißt niemanden namentlich zu nennen und mit dem Anspruch zu unterhalten und nicht anzuklagen.
00:04:29: Das heisst es sind eighty-fünf skurrile Geschichten.
00:04:33: Jetzt nur noch mal Zahlen, Daten, Fakten.
00:04:34: Wie viele Vermittlungen waren es denn insgesamt ungefähr damit wir so eine Idee haben?
00:04:38: Weil Sie haben ja sicherlich auch normale Vermittlung gehabt.
00:04:41: Das sind die zwei Prozent oder weniger als das in Summe.
00:04:45: irgendwann muss sagen wenn man das lang genug gemacht hat bei der Zahl tausend habe ich irgendwann aufgehört zu zählen und hab den Stab übergeben.
00:04:53: also daraus erkennt man dass es dann doch eine recht kleine Zahl ans Korrelitäten gibt.
00:05:02: Und nochmal für mich zum Verständnis, warum haben Sie das Buch geschrieben?
00:05:05: Ich glaube man braucht eine gewisse intellektuelle Herausforderung.
00:05:08: Wenn man in diesem routinierten Ablauf der Prozesse und Strukturen ist dann ist es erstmal viel Routine.
00:05:16: auch wie langweilig.
00:05:17: da gibt's zwar immer mal wieder ne Herausforderung.
00:05:19: wenn sie sich aber zurückziehen ins Privatleben oder mehr Privatleben haben wollen, dann braucht man sicherlich eine intellektuelle Herausforderung.
00:05:27: Ich wollte dieses Buch immer schreiben.
00:05:29: Dann hatte ich Zeit dazu und dann hatte ich das Glück, eine erfahrene Autorin kennenzulernen der ich erst mal die ersten Geschichten geschrieben habe und die mir damit rat zur Seite gestanden.
00:05:43: Ich hätte das Buch dann nicht weitergeschrieben, wenn die Dame mir gesagt hätte lasst bleiben.
00:05:47: So gut wird es nicht werden.
00:05:49: aber die Motivation daraus schöpfend war so und das Feedback war so gut dass ich dann dieses Jahr an Zeit dafür geopfert habe.
00:05:57: ja also ich hab mich auch sehr gut amüsiert gibt auch eine Geschichte die mir besonders im Kopf geblieben ist mit den verschwundenen Kandidaten.
00:06:08: Aber das kann auch jeder selber lesen.
00:06:11: Die Geschichte fand ich auch heftig.
00:06:13: Aber das sind ja alles Dinge, die passiert sind.
00:06:15: Ja,
00:06:16: wie wichtig ist jeder Drehbuchautor für ein Film würde sich freuen?
00:06:21: Könnte eine Vorabendserie drehen weil eben auch wirklich alles dabei ist was das gesellschaftliche Leben auch interessant macht.
00:06:29: und Lachen im Management is ja eher ne seltene Geschichte.
00:06:33: Ist es so!
00:06:36: In der Personalberater Szene, die ich ja speziell gespiegelt habe mit den drei Personengruppen wie Klientenkollegen und Kandidaten, die das Lebensbild wo es Bilder eines Beraters prägen.
00:06:48: Da gibt's schon manchmal Amüsantes.
00:06:51: aber wie vorhin erwähnt bei den tausend Projekten da gab's nicht viel Grund zu lachen.
00:06:57: man kann doch Spaß haben.
00:06:58: Aber Lachen ist halt schon eine andere Kategorie würde ich sagen.
00:07:03: Und Sie haben jetzt so ein bisschen auch dahin umge... Das ist ja auch schon sehr humorvoll geschrieben, würde ich jetzt mal sagen.
00:07:12: Ja und das ist letztendlich die Frage, die mich hat zweifeln lassen zu beginnen.
00:07:16: Es ist ein Unterschied ob sie was erzählen oder ob das geschriebene Wort so fesselnd ist dass die zweite Zeile den Leser auch am Papier hält.
00:07:28: Und ob ich dazu in der Lage war oder bin wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht weil ich noch nie einen Buch geschrieben habe.
00:07:34: und ob Sie Fachartikel schreiben oder ein Buch, das unterhaltsam sein soll.
00:07:40: Das sind zwei total verschiedene Geschichten.
00:07:42: Aber da hat mir wie gesagt der Rat geholfen von jemanden, der eher Mystery und Horror Romane schreibt aber auch die Erfahrung hatte, wie es mit Verlagen läuft, der Schreibstil auf was man achten soll, wie die Dramaturgie aufzubauen ist usw.. Also von daher des Buch hätte bestimmt nicht den jetzigen Ausblick bekommen ohne einen gewissen Rat von erfahrener Seite.
00:08:08: Haben Sie mir eigentlich ein Zitat mitgebracht?
00:08:10: Ich habe Ihnen einen Zitat Mitgebracht, ja.
00:08:13: Ja!
00:08:14: Weil Familie macht Geld und ich hatte auch sehr viel mit Familienunternehmen zu tun natürlich auch mit Privatinvestoren und Konzernen.
00:08:25: aber was bei Familienunternehmens und deswegen habe ich dieses Zitat auch gewählt vielleicht ein Anstoß ist es der dass man an seinen Vorfahren nichts ändern kann.
00:08:36: Aber man kann beeinflussen, was aus seinen Nachkommen
00:08:40: wird.".
00:08:40: Das wäre mein Zitat.
00:08:42: weil gerade in der Übergabe von Unternehmen an die nachvollende Generationen das kann frühzeitig beginnen, das kann ad hoc beginnen, dass kann man smart machen oder weniger smart?
00:08:54: Da würde ich jetzt gerne nochmal die Hörer abholen.
00:08:57: also ich finde es toll generell im Leben ist ja dieser Rückblick oder dieses in der Vergangenheit Lösungen finden zu wollen, ist ja generell ein Thema.
00:09:08: Und das ist ja da auch und ich würde jetzt gerne mal unsere Hörer abholen dass man denkt vielleicht wenn man hört okay wir haben hier einen Personalvermittler der hat C Level B Level Vermittelt denkt man gar nicht im ersten Moment an Familienunternehmen und ich habe das mal recherchiert erst kürzlich auch mit dem Statistischen Bundesamt, dass ja die allermeisten Familienunternehmen sind.
00:09:37: Also neunzig Prozent war jetzt meine Zeit!
00:09:40: Ich glaube man kann das noch genauer filtern.
00:09:43: aber da geht es natürlich dann auch solcher Fass, die in der Kette noch Gesellschaften haben, die eine Familie angehören wo vielleicht die operative Geschäftsführung kein Familienmitglied ist.
00:09:54: Aber das finde ich auch so erstaunlich Das finde ich nochmal ganz wichtig klarzustellen weil Es gibt so Narrativ, das sind ja die da oben.
00:10:05: Und diese Zahlen, neunzig Prozent haben mich wirklich umgehauen und sie haben mir sicherlich dann auch in Familienunternehmen vermittelt was ich total spannend finde.
00:10:15: Da würde ich jetzt nämlich gerne mal reingehen Was glauben Sie denn?
00:10:20: Was Familienunternehmens falsch machen bei der Besetzung von Führungskriften?
00:10:25: Ich glaube... von falsch sprechen, aber von einem vielleicht nicht idealen Ansatz.
00:10:33: Also es ist ja erst mal die Frage, die sich ein Unternehmen kritisch stellen sollte in welcher Phase das Unternehmen ist und oft ist es so dass Familieninhaber einen Klon von sich selbst suchen.
00:10:46: Die Frage ist aber, ist die strategische Situation des Unternehmens so?
00:10:51: Dass man diesen in Sachen Führung, Marktauftritt diesen Weg der erfolgreich war bis zum Zeitpunkt X auch für die kommenden Jahre gehen muss oder wird oder soll.
00:11:02: Oder gibt es eine andere Erfolgsrezeptur?
00:11:04: Also die Frage wenn sie von Fall sprechen ist erst mal in welcher strategischen Situation ist das Unternehmen und wie sieht die Reise aus?
00:11:14: Und daraus abgeleitet die Frage kann ich dasselbst was brauche ich an Expertise von draußen?
00:11:19: wer hilft mir dabei?
00:11:21: Und wenn man von Fall spricht, dann ist immer die Frage wer hilft einem dabei?
00:11:27: und es gibt einzelne Marktsequente.
00:11:30: Da wird eher auf die ich jetzt persönlich mit meiner Organisation und das ist auch glaube ich der Reflex im Markt.
00:11:38: wir arbeiten ja nicht umsonst.
00:11:40: aber die Frage ist investiert man ein Geld für das Coaching in der Fragestellung wo geht die strategische Reise des Unternehmens hin?
00:11:48: Was für Defizite auf dem Weg habe?
00:11:51: Wen traue ich dafür?
00:11:53: Und da gibt es so viele Lösungsmöglichkeiten, die sich Inhaber meistens gar nicht vor Augen führen.
00:11:59: Was sie für Waffen sie haben oder haben könnten bei beispielsweise einer Übergabe oder bei Herausforderungen beim Weg in andere Märkte.
00:12:10: Es gibt zum Beispiel einen Fall den wir hatten Da hat ein junger Familien Nachwuchs, also nach dem Studium ganz einfach noch ein Interim Manager an die Seite gesetzt bekommen um einfach sechs acht Monate zu lernen bevor der Senior sukzessive Teilbereiche des Unternehmens abgegeben hat.
00:12:33: Aber welche Teilbereichen das sind und wie ein Interi-Manager?
00:12:37: Und da beginnt die Komplexität Wie ein Interimanager oder einen Coach in jüngeren Familienmitglied auf die Reise führt, was der für eine Persönlichkeitsstruktur haben muss und Akzeptanz beim Senior- und bei Junior zu finden.
00:12:53: Das ist alles etwas mit dem man sich sehr frühzeitig auseinandersetzen sollte ohne zu einer Atoklösung geschubst zu
00:13:02: werden.".
00:13:02: Und was meinen Sie?
00:13:04: Also wird auch aus Ihrer Erfahrung oft nach Kompetenz entschieden oder wird dann wirklich gesagt... Nein, das ist jetzt der Plutnachfolter und er bekommt die Position weil er dafür vorgesehen ist.
00:13:20: Das ist natürlich eine der großen Schwächen und nicht eingestehen zu wollen welche Kompetenzen nicht im unmittelbaren Zugriff sind.
00:13:33: Und es ist schwierig auch Beispiele für all die Zuhörer durchzureichen.
00:13:38: Aber natürlich ist es ein Unterschied, wenn ich zum Beispiel als Mittelständler Geschäft machen will in China und dann brauche ich im Vertrieb einen ganz anderen Ansatz.
00:13:50: Als ich vielleicht einen Vertriebsmann oder Expertise habe, wenn mich bisher nur auf den deutschsprachigen Raum fokussiert haben.
00:13:58: Und das Gleiche betrifft mit anderen ausländischen internationalen Märkten.
00:14:05: also gilt auch andere Absatzwege ganz anders anzugehen.
00:14:09: Ob ich direkt verkaufe oder über Distributoren, brauche ich einen aggressiven Vertriebsmann?
00:14:15: Oder brauche sich jemanden der bestehende Großkunden penetriert?
00:14:19: Daraus ergeben sich ganz andere charakteristische Merkmale die Person, die diese Kompetenzen in sich vereinen soll.
00:14:25: Und woran würde ich sagen erkennt man, dass ein Familienmitglied nicht geeignet ist?
00:14:29: Also das würde man ja erst im Verlauf merken.
00:14:32: Ja dann ist es aber meistens schon zu spät.
00:14:36: Ich denke wenn man sich noch mal rollen rückwärts die Frage stellt in welche strategische Richtung geht das Unternehmen?
00:14:43: was für Kompetenzen sind dafür nötig und wer hat was im Dunstkreis dafür in die Waagschale zu werfen?
00:14:52: Und wenn man da offen und ehrlich miteinander umgeht, und sagt ja das könnte.
00:14:56: Das ist so eine Ahnung und Hoffnung dann würde ich schon versuchen eher mit Expertise dagegen zu steuern weil so ein Fehlschuss der kann natürlich sehr teuer sein und kann in der Familie natürlich für Missmut und Streitigkeit sorgen die man verhindern kann.
00:15:14: also am besten diese Situation ist gar nicht aufkommen.
00:15:17: was gibt es für Risiken wenn jetzt externe in Familienunternehmen kommen?
00:15:22: Oder was haben Sie da auch erlebt?
00:15:24: Das ist eine ganz kritische Frage.
00:15:26: Also jemand, der noch nicht in einem familiengeführten Unternehmen gearbeitet hat und raus im reinen Konzern kommt... Der hat durchaus ein Problem.
00:15:36: Ich sage mal, ich würde einen Exkurs nehmen und sagen jemanden der vielleicht in einer unternehmerischen Familie aufgewachsen ist das kennt und dann die Konzernwelt gesehen hat und will wieder zurück in etwas was er besser gestalten und beeinflussen kann, dann kann das noch funktionieren.
00:15:51: aber das ganze Adaptions- und Einfühlungsvermögen in den Familienunternehmen.
00:15:56: Das muss man irgendwie idealerweise in seiner Berufswelt schonmal erlebt haben und damit umgehen zu können.
00:16:04: Und da sind die Entscheidungswege kürzer, direkter, persönlicher... Da gibt es keine so komplizierte Matrixorganisationen, die einen auch so ein bisschen verstecken lässt wenn's um kritische Entscheidungen geht.
00:16:18: Also wer das alles mal durchlebt hat der kommt leichter in einem Familienunternehmen zurecht als jemand der im Endeffekt bei Familienunternehm Es ist ja entweder eine Eins-zu-Eins-Situation für eine Führungskraft oder wenn es ein Duo an Familienmitgliedern ist, zwei oder drei.
00:16:35: Das ist aber eher das Risiko abzuschätzen als in der Matrix wo sie in einem amerikanischen Konzern in sechs verschiedene Richtungen reportieren mit kulturellen Unterschieden und wir haben hier in Deutschland schon Unterschiede zwischen Bayern und Hessen.
00:16:50: Das wird natürlich noch komplizierter in anderen Kulturwelten.
00:16:55: Ja,
00:16:56: es ist lustig weil ich Bayern aufgewachsen bin und jetzt in Hessen lebe.
00:17:00: Da muss sich gerade mal schmunzeln.
00:17:03: Wenn Sie für einen bayerischen Mittelständler jemanden versuchen der Platz spricht in eine Rolle zu bringen das wird schwierig.
00:17:10: Das werden sie eigentlich vergessen ja.
00:17:12: Der Lokalkoloritz spielt da eine große Rolle.
00:17:15: Haben Sie noch Kontakt gehabt immer mit den Kandidaten?
00:17:18: Und haben das ein bisschen mitverfolgen können wie's den Ergang
00:17:23: ist?
00:17:24: der Philosophie.
00:17:25: Die Frage ist, warum überlebt man vierzig Jahre?
00:17:28: In diesem was Sie vorhin eingangs als Headhunter beschrieben haben so sehe ich uns ja nicht.
00:17:33: Jedenfalls nicht in der Exekutiven in dem was wir tun.
00:17:37: Wir geben ja nicht nur Platzierungsgarantien von sechs Monaten oder länger sondern die Kandidaten die wir platzieren auf diesem Level sind ja unsere Klienten von morgen.
00:17:50: schlechte Berater, auch eine schlechte Unternehmer wenn wir diese Kontakte nicht weiter verfolgen würden.
00:17:57: Erstmal ist nach der Probezeit so dass mindestens bis dahin schon mal zwei Telefonate stattgefunden haben.
00:18:03: und es gibt viele Unternehmen die wir über ein Jahrzehnt würde ich vielleicht nicht sagen dafür gibt's zu viele Veränderungen aber über fünf sechs Jahre begleiten wo wir dann entweder den Kollegen suchen dem wir gerade platziert haben etc.
00:18:21: Also wir versuchen uns schon krankenhaft in diesen Unternehmen dann auch über Jahre zu platzieren.
00:18:27: und was ist ihnen da begegnet wenn externe in Familienunternehmen reingekommen sind?
00:18:32: also Wenn sie da auch noch mal ein bisschen aus dem Nähekästchen plaudern
00:18:36: Sie mein Beispiel bringen?
00:18:40: Also bei überraschenden Momente, was nicht funktioniert hat
00:18:46: Es hat zum beispiel in einem fall nicht funktioniert weil meistens liegt es daran, dass sich nicht an Absprachen gehalten wird.
00:18:56: Ich muss da leider den Schwarzen Peter, den Familieninhabern überreichen, wenn Externe kommen die keine Familiemitglieder sind dann gibt es oft gute Absichten aber ohne wirkliches Fundament.
00:19:13: Dann wird sehr schnell gemerkt Das läuft in eine andere Richtung, der führt ganz anders.
00:19:21: Der geht ganz anders mit den Menschen um.
00:19:23: Ich habe nie gefragt ob die an einer Entscheidung teilhaben wollen und dann gibt es Irritationen.
00:19:28: Ich glaube ganz wichtig ist, um ein Fehler zu vermeiden oder eine Fehler-Vermeidungsstrategie ist einem externen Einprojekt zu geben wo er die totale Vorherrschaft hat.
00:19:42: Wo man sagen kann hiermit schaffst du die Akzeptanz.
00:19:44: Das ist was, was in diesem Unternehmen noch keiner gemacht hat.
00:19:47: Aber was ein Mehrwert bringen soll und da spricht ja auch keine rein.
00:19:52: Je näher es ins Tagesgeschäft kommt und die Inhaber noch im Unternehmen sind, je mehr Irritationen gibt es.
00:19:59: Und je schwieriger ist die Abspare des Loslassen?
00:20:01: Ja.
00:20:02: Da gibt's so viele Beispiele, die in so unterschiedliche Richtungen geben, Wohnraus- und Reiter zu nennen endet dann meistens aber damit das Externe des Unternehmens im ersten Jahr verlassen.
00:20:15: Das ist dann gescheitert.
00:20:17: Was heißt es für uns?
00:20:18: Da muss man offen miteinander umgehen, wann wir für einen Ersatz in Regress genommen werden.
00:20:24: oder wie sind die Umstände wirklich gewesen?
00:20:26: Es gibt ja auch Unternehmen oder Unternehmer, die ihren Laden dann verkaufen und dann gibt's auf einmal keinen Platz mehr für den neuen Manager weil ein Privatinvestor oder neuer Inhaber seine eigene Leute mitbringt usw.
00:20:41: Also da gibts eine breite Klaviatur von Diskussionen, die man führen kann also einfacher wird es dann nicht.
00:20:48: Also das ist schon keine ganz einfaches Sache ne?
00:20:50: Weil ich finde die Unternehmen externe Nachfolge ist auch ein ganz wichtiger Punkt weil Nicht alle Nachfolger oder potenziellen nachfolger wollen ja auch nachfolgar werden und viele haben das gar nicht auf dem Schirm.
00:21:04: Es ist noch nicht so, man hört viel aus der Startup-Welt aber dass man natürlich ein bestehendes Unternehmen erwerben kann.
00:21:12: Das ist noch gar nicht so auf dem Schirm.
00:21:15: Die IHKs bemühen sich da auch sehr und das ist halt natürlich überhaupt keine einfache Geschichte, weil man kommt in bestehende Systemen rein.
00:21:24: Es ist sehr komplex und da extern da auch Anschluss zu finden ist mit Sicherheit nicht einfach hier nachdem wir erfahren auch dass Familienunternehmen es mit externem.
00:21:34: Ja wie viel incestuous Habitus besteht in einem Unternehmen?
00:21:40: Meine Erfahrungen mit Familienunternehmen sind jetzt nicht die schlechten, so soll der Anführer jetzt nicht rüberkommen.
00:21:47: Man kann halt nur versuchen in der Anfangsphase und so sehe ich unsere Aufgabe auch oder hat meiner auch gesehen zur Not einen Schritt rauszumachen.
00:21:57: aus einer Diskussion unter den Voraussetzungen wird jemand nicht erfolgreich sein.
00:22:03: Ich krieg vielleicht noch Nora, kann aber jemand das nicht als Karriere Schritt empfehlen weil die Grundvoraussetzung nicht dort nicht diskutiert worden.
00:22:11: also das ist für Inhaber loszulassen.
00:22:15: Das ist das Thema und wenn es in der Familie dann niemanden gibt wird's halt durch den externen nicht gerade leicht.
00:22:22: Aber ich hatte auch einen Fall da sah das so aus dass der externe gab es auch ein paperwork ... dazu die Anteile im Unternehmen erwerben soll.
00:22:32: Und auf dem Weg von fünf Jahren hat der Inhaber dann entschieden... ... zu einem richtig guten Preis, es an eine Private Equity zu verkrauen.
00:22:41: Also es gibt alle Varianten.
00:22:43: ja und das alles am Anfang zu sehen ist schwierig aber wenn man... ...achtzig Prozent des Bildes hat kann man sicherlich schon entscheiden ob man im externen einen guten Karriere Schritt empfiehlt oder allen Beteiligten sagt, unter dem Voraussetzung würde ich nicht empfehlen jemanden einzustellen.
00:23:02: Das ist auch eine total wichtige Beratungsfunktion.
00:23:05: und jetzt noch mal zu den guten Erfahrungen haben die überwogen?
00:23:10: Weil sonst hätte ich auch nicht das Honorarvolumen generieren können um Büros zu etablieren im Innen- und Ausland usw.
00:23:18: Und das ist wie mit dem Büro.
00:23:20: aber es sind halt diese kleinen Prozentpunkte die ein ärgern.
00:23:25: ja wo man sagt Auch selbstkritisch genug, was hättest du anders machen können um das noch zu einem Erfolg zu führen?
00:23:32: Oder anders gefragt.
00:23:33: Was haben die Familienunternehmen mitgebracht bei denen es gut funktioniert hat?
00:23:38: Gibt es da ein Muster?
00:23:39: Es ist ganz banal Kritikfähigkeit.
00:23:42: Es gibt ja sehr erfolgreiche Unternehmer, die aber sehen und wir sehen das jetzt in der herstellenden Industrie.
00:23:48: Sie sehen dass sie mit ihrem alten Businessmodell durchaus jetzt ans Ende ihrer Entwicklung stoßen.
00:23:55: Aber diese Kritikfähigkeit zu haben, so sagen okay ich sehe wo das die nächsten zwei drei Jahre hingeht.
00:24:03: Meine Vision ist in Gefahr.
00:24:04: es gibt's diese Vision, die ich mal hatte noch wer mit dem kann Ich die Sparrens diskutieren dieser Diskussion zu öffnen, das ist der Dosenöffner wenn sie so wollen für alles was danach kommt.
00:24:16: Da gibt es dann viele Liebenbekenntnisse dass man das macht aber nicht wirklich verinnerlicht hat.
00:24:21: ja aber da sehe ich den Grundstein für Alles Was Dann Nachkommt und Das Ist ungefähr So kompliziert.
00:24:29: also Wenn Man In einem Schicken Haus lebt Und Muss Irgendwann Mal sich die Frage Stellen Jetzt Bin Ich Halt Genug Gehe Ich jetzt Obwohl Ich mich noch fit fühle in Stift.
00:24:39: Lass mich da betreuen und hab da noch Spaß.
00:24:41: Und so können wir das adaptieren auf jemanden, der vierzig Jahre in seinem Unternehmen die Dinge gelenkt hat und jetzt feststellen muss, dass nicht mehr alles so funktioniert wie früher.
00:24:53: In unserem Vorgespräch hatten wir auch thematisiert, dass es für Familienunternehmen sehr hilfreich sein kann bei Rad zu haben.
00:25:02: Also ich mach' das ja auch!
00:25:03: Ich habe diese Mischung aus... Kommunikationsausbildung, Mediationsausbildungen und Zahlen.
00:25:10: Ich bin ja Steuerberaterin und was verbindet das?
00:25:14: Und ich frage mich auch immer, aber ich finde einen Beirat sehr niedrigschwellig.
00:25:18: also klar bei den DAX einhundert Unternehmen haben wir eine ganz andere gesetzliche Lage.
00:25:23: Ja Aber jetzt aus meiner Sicht lohnt es sich für alle Unternehmen sich neutrale Personen mit am Bord zu holen.
00:25:33: Sie hatten in unserem Vorgespräch auch gesagt, ohne Beirat wird es kritisch... Da würde ich jetzt gerne nochmal die Frage stellen warum?
00:25:41: Ja, ich sage mal traditionelle Familienunternehmen hat in seinem Beirats den Hausanwalt, den Steuerberater und vielleicht schon seit Generationen Und da gibt's ja nichts gegen einzuwenden ein gesundes solides Finanz- und Steuerrecht im Hintergrund zu haben.
00:26:00: Aber so ein Beiratsmandat ist ja ein beratendes Element auch fürs Tagesgeschäft, wo gewisse Seniorität und da ist die Frage was soll der Beirat denn leisten.
00:26:14: Und einen gewissen neutralen Blick und auch herausfordernden Blick aufs Tagesgeschäft oder auf das, wie das Geschäft vielleicht morgen aussehen soll.
00:26:23: macht durchaus Sinn.
00:26:24: Wenn Sie zum Beispiel ein deutsches Unternehmen sind, das seinen Absatz heute hauptsächlich in Deutschland, Österreich und Schweiz hat und will im mittleren Osten Richtung Dubai auf eines momentan geopolitisch eher schwieriges in neue Märkte gehen wäre es sehr sinnvoll jemand zu haben der diesen Weg schon gegangen ist in welcher Funktion auch immer als Geschäftsführer als Vertriebsmanager und der im Beirat die Leitplanken setzen kann, was man tun muss um in dieser Region Geschäft zu machen und dann ist das vielleicht auch nur ein drei Jahresmandat.
00:26:56: Und auch für die sich nicht vorstellen können wie es abläuft.
00:26:59: also das kann man ja auch individuell gestalten.
00:27:03: meistens sind sie so ich sehe das oft so vier Sitzungen im Jahr und die werden dann vergütet.
00:27:09: dass auch das ist immer individuelle Vereinbarung und das kann ja schon helfen wenn wir das auch wie ein Workshop gestaltet und auch die Themen da mal auf den Tisch bringt.
00:27:21: Und auch eine andere Perspektive mit reinholt, ohne dass man gleich jemanden mit an Bord nimmt ja der dann wirklich auch im Daily dabei ist.
00:27:30: Deswegen frage ich mich immer warum das gar nicht mehr etabliert ist.
00:27:35: Ist ihr Eindruck, dass es im Ausland häufiger vertreten ist?
00:27:38: Also in ausländischen Unternehmen gönne ich nicht gerne immer die Anläufe vielen Unternehmen heranziehen, aber in dem Punkt werden halt Beiräte mit KPIs überzogen.
00:27:50: Die werden kontrolliert als wir den Projekten gemessen oder nach Erfolg gemessen, nach Kennzahlen gemessen.
00:27:56: und da trennt man sich dann nach drei Jahren auf nach lieb gewonnenen Gesichtern in solchen Beiratssitzungen und sagt okay jetzt sind unsere Themen anderen Wir brauchen andere Munition im Beirat.
00:28:07: Jetzt hat mittlere Osten ausgedient Jetzt müssen wir anders denken, sei es zum Beispiel weil man in die Militär- und Ristungsindustrie gehen will.
00:28:18: Man braucht dann einen anderen entweder Berater, Beirat Coach wie immer wir das nennen wollen und allokiert das Geld dafür in eine andere Richtung.
00:28:29: aber dieser lieb gewonnene Reiz ich habe jetzt diese Person schon seit fünf sechs sieben acht oder zehn Jahre im Beirats.
00:28:37: da würde ich doch gerne den Return on Investment messen wollen, ob dann nicht irgendwann die Sache oder die Position nicht mehr lokativ genug.
00:28:48: Ja, die Luft raus ist auch ne?
00:28:50: Also das sehe ich wirklich genauso.
00:28:52: um sich sagen so gefühlt es das Maximum fünf Jahre und dann braucht's eigentlich frischen Wind.
00:28:59: ja je nachdem welche Themen auch da sind.
00:29:03: Ja, eine Person zu haben die so ein bisschen kritisch auf die Themen guckt oder auch dann rechtzeitig sagt hier muss man mal an einen Tisch kommen.
00:29:13: Das ist auch wichtig gerade im Familienverbund.
00:29:16: also ich finde es total wichtig dass jemand Neutrales da noch immer auf eine Situation mit drauf gucken kann und ein Beirat ist eigentlich ideal dafür.
00:29:25: ja
00:29:26: Und der Kritikpunkt ist das heute sehr statisch abläuft Und sehr traditionell und weniger dynamisch und innovativ.
00:29:35: Was würden Sie einem Unternehmer sagen, der sagt Beirat, das brauche ich nicht?
00:29:39: Ich würde ihn fragen auf welcher Grundlage er diese Aussage trifft aus RV, aus dem was er gehört hat so Schirm sagen beim befreundeten Unternehmen.
00:29:51: Ich würde forschen wollen woher dieser Meinung hört.
00:29:55: Und dann ist die Frage, die sich daran stellt wo steht das Unternehmen?
00:29:59: und vielleicht hat er ja auch recht.
00:30:02: Wie will es gar nicht ausschließen?
00:30:03: Aber ich glaube dass es oft keine Recherche gibt, die kritischen Fragen standhält.
00:30:09: Welche Dinge entscheiden eigentlich wirklich darüber?
00:30:13: was würden sie sagen aus ihrer Erfahrung ob jemand langfristig erfolgreich ist also ein Kandidat?
00:30:19: Das sind schwierige frage weil die Frage in welchem Kontext wir die Frage stellen.
00:30:27: Ich gehe jetzt mal auf den Fokus von deutschen Familienunternehmen, weil je asiatischer oder multikultureller es wird, je komplizierter und komplexer wird es alle letztendlich auch.
00:30:38: Wenn wir also uns im deutschen Sprachraum bewegen haben wir natürlich... Eine ganz andere Art der Führung, als wir es beispielsweise in Spanien oder in Asien haben.
00:30:50: Wo der Mitarbeiter doch sich sehr devot zeigt.
00:30:53: hier im deutschsprachigen Raum haben Gewerkschaften gut organisiert und sie müssen vieles rechtfertigen.
00:31:00: die Mitarbeiter sind fordernd.
00:31:02: das bedingt eine andere art von Führungen.
00:31:05: wenn ich jetzt als Führungskraft erfolgreich sein will, dann muss ich mich da einfühlen.
00:31:10: Da muss ich sich adaptieren und auch bereit sein, mich zu verändern.
00:31:16: Wir haben ja die Diskussion, dass wir in der Nachkriegszeit bis heute diesen Command- und Controlführungs Spiel hatten, der jetzt zunehmend zu dem... Enabler nach dem Motor.
00:31:29: wie versetzt sich den Mitarbeiter in die Situation, dass er selbst entscheiden kann.
00:31:34: Dass es sich gut fühlt.
00:31:35: Wer weiß, wie die nächste Welle aussieht?
00:31:38: Was ich damit meine ist, sich den gesellschaftlichen Bewegungen anzupassen weil Gesellschaft und Unternehmen das können sie nicht trennen.
00:31:46: Und eine gute oder sehr gute Führungskraft ist einer Die sich unabhängig.
00:31:55: Wir könnten es jetzt komplizierter machen, wenn sich die Märkte ändern.
00:31:59: Und ich brauche eine andere Art von Auftritt.
00:32:02: Dann wird das schwierig!
00:32:04: Also den herausragenden Kandidaten der mit der gleichen DNA oder dem gleichen Rüstzeug zwanzig Jahre durch seine Karriere läuft ihm Witz nicht geben.
00:32:13: Ein Message ist anpassen, einfühlen, verändern, lernen... Das würde ich als jemanden bezeichnen, der es geschafft hat, sich erfolgreich in seinen Berufsweg.
00:32:24: vor und zu schreiten.
00:32:25: Das bringt mich jetzt zu meinem Konflikt der Woche.
00:32:28: Okay!
00:32:31: Kein aktueller Konflik, sondern das ist eher was, was mich bewegt, ne?
00:32:35: Weil ich finde begegnet es häufig dass Menschen in Führungspositionen gehen weil sie das verbinden mit einem Status oder mit Macht aus Übung, Kontrolle usw.. Das ist auch wie Sie gesagt haben mit dem Anpass und einfügen ich sehr.
00:32:48: aber eine Führungskraft eher als... Dienstleister für das Team.
00:32:54: Das finde ich schade, wenn man dann den falschen Kandidaten platziert weil das ja ganze Teams auch vergiften kann.
00:33:01: und es ist mir auch schon begegnet gerade in meiner früheren Arbeitsleben schon lange her dass eigentlich die Führungskraft gar nicht geeignet war und sich gar nicht einfinden konnte dass viel darum ging den Status zu erhalten Und es ist für mich aus meiner Sicht gut, dass sich das verändert.
00:33:26: Also ich grüße das!
00:33:27: Was ist denn Ihre Meinung dazu?
00:33:30: Ja also deswegen hatte ich vorhin gesagt wir müssen das fokussiert oder segmentiert betrachten.
00:33:36: wenn sie mit diesem Führungsstil in einem US-Börsen notierten oder Private Equity Unternehmen führen dann wird's ziemlich schwierig.
00:33:45: Denn die führen nach Kennzahlen Die haben eine hohe Turn-over, die denken nur in sechs bis sechs Monatsrhythmen, Quartalsrhythermen.
00:33:56: Drei Jahres Exitwelten.
00:34:00: und wenn sie mit Koreanern oder Japanen arbeiten... Da ist dieser Command- und Controlstil, den werden sie da nicht rauskriegen.
00:34:09: Die haben eine ganz andere Art miteinander umzugehen und das ist ein kulturgesellschaftliches Thema.
00:34:13: Deswegen war es mir wichtig zu sagen in Deutschland, Österreich, Schweiz auch damit letztendlich mit Abstrichen kann man das machen ja?
00:34:22: Und da ist es auch sinnvoll.
00:34:23: und dann macht es aus unserem Kulturkreis auch Sinn dafür Sympathie zu haben weil es auch Sinnvoll ist und auch Erfolg verspricht aber mit dem Anspruch bei einem an das kulturell gelagerten Unternehmen, dass sehr stark auf Profit getrimmt ist und kultureell anders geprägt wird.
00:34:41: Das schwierig.
00:34:42: Also haben wir es hier noch richtig gut in Deutschland?
00:34:44: Ja, würde ich so sehen.
00:34:45: ja also ich habe wirklich mit Chinesen, Koreanern auch mit Schweden zu tun.
00:34:51: die Schweden werden nicht umsonst als die Japaner Europas benannt weil sie selbst konzentzgetrieben agieren.
00:34:57: da wird wenig über das Knie gebrochen.
00:35:01: Also ich habe halt schon auch mit Israelis gearbeitet.
00:35:05: Insofern traue ich mir schon zu, da eine Meinung zu vertreten die nicht aus der Luft gegriffen
00:35:11: ist.
00:35:12: Was denken Sie denn Herr Döll wie sich Führung in Familienunternehmen jetzt entwickeln wird?
00:35:18: Wir haben ja in verschiedenen Bereichen jetzt auch ne Zeitenwende.
00:35:22: also wir haben wirklich nur für Deutschland gesprochen Problemen alle Unternehmen in die nächste Generation zu bringen, mit der Wirtschaft kriselt.
00:35:34: Wir sind überaltert KI was ist so ihre Prognose?
00:35:44: Was sollten Unternehmer heute schon anders machen und damit anfangen?
00:35:49: Naja wir haben ja schon ein paar Schlagwörter ins in die Runde gerorfen.
00:35:54: also natürlich ist es so dass man in unseren Kulturkreis, Mitarbeiter und Kollegen einbeziehen muss in Entscheidungen.
00:36:02: Dass sie sich als Teil des Ganzen sehen.
00:36:05: Daher in die Richtung hat es sich verändert.
00:36:07: Das ist ziemlich schwierig denn die Erfolgsrezeptur der jetzigen bisherigen Generationen war Command & Control orientiert.
00:36:14: Fehl- und Kontrolle.
00:36:16: ich weiß was langgeht und das hat ja auch funktioniert.
00:36:18: wir sind heute dort wo wir sind weil dass alles was fünftiger sechziger Jahre bis heute geschafft wurde unter diesem Degmentelchen gelaufen ist, aber wir sind ja mit Einflüssen gesegnet.
00:36:32: Mit vielerlei Kollör- und Richtungen und wir leben halt nicht nur in Deutschland sondern geopolitisch merken wir ja wo überall die Einschläge herkommen.
00:36:40: Insofern heißt es sich da anzupassen.
00:36:43: was das Führen betrifft heißt es auf jeden Fall für Familienunternehmen und das sehe ich als großen Vorteil für Familien Unternehmen weil es immer noch sehr persönlich sein kann in der Region eine Rolle spielt, wie man sich verhält.
00:36:57: Wie man wahrgenommen wird und es geht in der zukünftigen Generationen für die Zukunft nicht mehr so sehr um nur um Geld sondern um das Wohlfühlen, um das Teil haben wollen Wie gesagt, in einem Familienunternehmen.
00:37:13: Das ist unsere jüngste Erfahrung die ja jetzt auch so geprägt ist dass wir in der Risikowelt leben.
00:37:19: wenn sie heute jemand ansprechen und wir sprechen ja nur Personen an die gar nicht darüber nachdenken es zu wechseln sondern denen wir eine Perspektive anbieten wollen dann ist die Perspektiven heute eher interessant in Familienunternehmens zu gehen Wenn Sie gut geführt sind wenn man teilhaben kann wenn es keine Heier- und Feierhistorie gibt.
00:37:40: Die gibt es natürlich in einigen Unternehmen auch, aber wenn man das sauber hinbekommen hat ist der Karriereweg für Familienunternehmen.
00:37:50: Für viele die wir ansprechen interessanter als in einem US-Unternehmen, wo vieles undurchsichtig fremdgesteuert mit Zentralien USA in England oder wo auch immer – mit Headquaters, mit Exel sheets, mit matrix komplizierten Strukturen unterschiedlicher Sprache, Habitos.
00:38:08: Sie haben dann vielleicht neben amerikanischen Unternehmen eine prasilianische Führungskraft.
00:38:13: Das macht es alles etwas komplizierter das zu einer homogenen Masse zu formen.
00:38:19: Deswegen hat der Familienunternehmer da eine sehr große Chance wenn er es scharf sein Unternehmen smart geführt um aufzustellen.
00:38:28: Vielen Dank Herr Döll!
00:38:29: Das ist ein sehr schöner Abschluss und ich hoffe wirklich sehr dass Viele Unternehmerinnen ihre Chance wahrnehmen und durch unser Gespräch inspiriert worden sind.
00:38:40: Und wer gerne noch mehr hören möchte, der kann sich schon mal einen Eintrag in den Kalender machen.
00:38:47: Am dreißigsten September zwanzig sechsundzwanzig werden Sie Herr Döll aus ihrem Buch wiedergespiegelt vorlesen – und zwar ein Ält-Wille!
00:38:58: Wir hören dann ein paar skurrile Geschichten aus der Chefetage.
00:39:03: Danke für die Einladung, ja das machen wir.
00:39:05: Es wird bestimmt toll!
00:39:06: Das wird es
00:39:06: auf jeden Fall und dann werden wir natürlich rechtzeitig auch noch Details zu der Veranstaltung bekannt geben.
00:39:13: und dann bedanke ich mich ganz herzlich dass Sie sich heute die Zeit genommen haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag!
00:39:19: Das wünsche ich auch.
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