Hübsche Emanze

Shownotes

Für eine Emanze bist du ganz schön hübsch.

Dieser Satz fiel nach einer Diskussion über Frauen, Karriere und Gleichberechtigung – und wurde schließlich zum Titel von Lauras neuem Buch.

Laura ist Autorin von "Don't be the nice girl" und "Für eine Emanze bist Du ganz schön hübsch" und Gründerin von Ms. Confidence.

In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Gleichberechtigung auf dem Papier noch lange nicht bedeutet, dass gesellschaftliche Rollenbilder verschwunden sind. Welche Sätze haben wir so oft gehört haben, dass wir sie irgendwann für selbstverständlich halten? Welche Erwartungen an Frauen und Männer tragen wir weiter, ohne sie überhaupt noch zu hinterfragen? Und vor allem: Wer sagt eigentlich, dass das so sein muss?

Laura nimmt in ihrem neuen Buch 33 solcher Sätze auseinander. Dabei bleibt es nicht bei der Analyse: Es geht auch darum, wie wir reagieren können – humorvoll, provokant, sachlich oder mit einer einfachen Gegenfrage. Denn wir müssen nicht jeden Kampf führen, können aber lernen, unsere eigene Haltung zu finden.

Wir sprechen außerdem darüber, warum patriarchale Strukturen nicht einfach mit „Männer gegen Frauen“ gleichzusetzen sind. Auch Männer können unter traditionellen Rollenbildern leiden – etwa wenn Karriere und Vollzeit selbstverständlich erwartet werden und der Wunsch nach mehr Familienzeit noch immer irritiert. Gleichzeitig braucht Veränderung Menschen, die auch dann Haltung zeigen, wenn sie selbst gar nicht unmittelbar betroffen sind.

In meinem Konflikt der Woche spreche ich aus meiner Perspektive als Steuerberaterin darüber, was nach Heirat und insbesondere nach der Geburt von Kindern finanziell passieren kann: Über Ehegattensplitting, Steuerklassen, Teilzeit und darüber, wie wirtschaftliche Anreize bestehende Rollenverteilungen innerhalb von Familien verstärken können.

Wir diskutieren Karriereknicke nach der Familiengründung, finanzielle Abhängigkeiten und die Frage, warum individuelle Entscheidungen nie völlig losgelöst von den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen betrachtet werden können.

Dabei geht es uns ausdrücklich nicht darum, Probleme gegeneinander aufzurechnen. Probleme von Frauen werden nicht kleiner, weil auch Männer unter bestimmten Strukturen leiden – und umgekehrt. Entscheidend ist die Frage: Wie schaffen wir Strukturen, in denen Menschen freier entscheiden können, wie sie leben, arbeiten und Familie gestalten möchten?

Laura beschreibt ihr Buch deshalb auch als eine Art Werkzeugkasten: hinschauen, hinterfragen, reagieren – und den eigenen Anteil an Veränderung erkennen.

Denn gesellschaftlicher Wandel beginnt nicht irgendwo abstrakt „in der Politik“. Er beginnt auch in Familien, Partnerschaften, Freundeskreisen und Unternehmen – in den kleinen Räumen, in denen wir miteinander sprechen und entscheiden, was wir weitertragen und was nicht.

Eine Folge über **Patriarchat und Feminismus, Geld und Macht, Karriere und Mutterschaft, Rollenbilder und Selbstreflexion– und vor allem über die Frage, wie aus Wut und Frustration echte Veränderung entstehen kann. Laura bringt es auf den Punkt: Sie möchte ihre Wut nicht im Gegeneinander stehen lassen, sondern in den Dialog gehen und Veränderung möglich werden lassen.

Laura wird ihr neues Buch bei mir in Eltville lesen. Über den Termin werden wir rechtzeitig informieren.

Ihr wollt Lauras Buch vorbestellen? https://shop.autorenwelt.de/products/fur-eine-emanze-bist-du-ganz-schon-hubsch-von-laura-busche

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen, liebe Laura im meinem Podcast.

00:00:05: Du bist ja schon das zweite Mal bei mir!

00:00:07: Hallo Liebe Susanne ich freue mich sehr erneut.

00:00:11: Ich freu mich auch und natürlich gibt es dafür einen total tollen Grund warum wir jetzt heute noch mal sprechen haben so viel zu besprechen aber heute ganz besonders

00:00:23: immer

00:00:24: genau.

00:00:26: du hast Wieder ein Buch geschrieben.

00:00:29: Wir haben ja aufgezeichnet zu deinem ersten Buch, Don't be the nice girl.

00:00:35: und jetzt hast du schon wieder einen Buch geschrieben, Laura.

00:00:41: Vielleicht fangen wir direkt an ganz hart.

00:00:44: wie heißt denn dein neues Buch?

00:00:46: Direkt gut dem Titel genau sehr gerne.

00:00:48: mein zweites Buch heißt Für eine Emanze bist du ganz schön hübsch.

00:00:55: Und als Untertitel

00:00:55: vielleicht, als kleine

00:00:56: Ergänzung damit nicht nur das Wort Emanze direkt.

00:00:59: Vielleicht auch etwas mit dem man macht folgt dann... Ich bin der Dreiunddreißig treu geblieben.

00:01:03: ich bin ja letztes Jahr dann auch letzte Woche dreiunddreißig geworden und es passt einfach nochmal super gut.

00:01:09: Der Dreindreißigsätze die das Patriarchat am Leben halten ist der Untertitl.

00:01:14: Und ich habe überlegt dass wir vielleicht mal mit einem kurzen Datencheck anfangen, denn ich habe mir mal die Mühe gemacht und habe mal recherchiert.

00:01:26: Was ist denn eigentlich das Patriarchat?

00:01:29: Also was ist denn die offizielle Begrifflichkeit?

00:01:32: Ich würde es jetzt mal vorlesen.

00:01:34: Gerne!

00:01:36: Das Patriarchate ist eine Gesellschaftsform in der Männer eine bevorzugte dominante Stellung innehaben.

00:01:43: In diesem System sind Machtpolitik Wirtschaft und wichtige Entscheidungen meist im Männerhand Während Frauen auf benachteiligt werden.

00:01:53: Und ... Dann hab ich auch noch mal geguckt, ist Deutschland eigentlich ein Land des Patriarchats?

00:02:00: Und dann bin ich auf total interessante Ergebnisse gestoßen.

00:02:03: Denn gesetzlich sind wir das ja nicht.

00:02:06: Also, ich sag mal offiziell, sind wir es ja nicht... Auf

00:02:09: Papier nicht!

00:02:11: Genau.

00:02:11: also wir haben einen Gleichberechtigungsgesetz nennt sich das glaube ich.

00:02:15: Genau meine Damen und Frauen sind gleichberechtigt.

00:02:18: Wann eigentlich weißt du das?

00:02:20: So fällig?

00:02:21: Gleichberechtigt.

00:02:22: Du hast mal so ein Roll-up, auch auf dem Vierundzwanzigstummenlauf wurde es ganz toll ...

00:02:27: Die Meilensteine der

00:02:27: Frauenrechte!

00:02:28: Jaaa!

00:02:29: Man sagt das nicht nur nachts, gibt dir die Mütter des Grundgesetzes, die dafür gesorgt haben dass das genau mitaufgenommen wird ins Grundgesetz.

00:02:37: Männer und Frauen sind gleichberechtig.

00:02:39: Hat man aber schon gemerkt, das reicht nicht ganz Und hat dann Vierneunzig noch einmal ergänzt Der Staat verpflichtet sich auch Maßnahmen zu ergreifen damit es auch so durchgesetzt wird.

00:02:48: Also das ist ja, glaube ich schon mal ... Das Spannende.

00:02:51: Dass es nicht reicht, dass dort steht und es reicht jetzt auch nicht.

00:02:54: In meinen Vierundneunzig sind ein paar Jahrzehnte her.

00:02:56: Es reicht auch nicht, dass da noch der Staat sich für einsetzen muss.

00:03:01: Also inwiefern riecht sich da wer ein?

00:03:03: Dass eine Aufgabe ist?

00:03:04: Ist das nicht was Privates oder eine Interpretationsfrage?

00:03:08: Sind andere Länder nicht viel schlechter dran kulturell

00:03:11: usw.?

00:03:12: Was kommt dann alles dazu?

00:03:13: Aber darum geht's gerade gar nicht!

00:03:15: Es geht genau um unser Land.

00:03:18: Was haben wir für Strukturen?

00:03:20: Wie sind wir geprägt, wie ist das auch internalisiert.

00:03:22: Also was leben wir?

00:03:24: einfach weil wir denken, dass es unser Normal ist und wer profitiert davon und wer nicht.

00:03:28: Und das profitieren auch nicht immer nur Männer und Frauen nicht.

00:03:31: Das leiden auch Männer unter dem Patriarchat also Menschen unter dieser Form.

00:03:36: der Feminismus kämpft für gleiche Rechte und Chancen.

00:03:41: Für alle Menschen!

00:03:43: Auch nicht nur für Frauen, für alle Menschen.

00:03:46: Du sagst, Und soll ich dir mal was sagen, Laura?

00:03:51: Da war ich fünfzehn.

00:03:52: Ja

00:03:52: ... da wurde das erst ... also, da wurde es ergänzt!

00:03:55: Das ist echt irritierend für mich, weil ... das hätte ich jetzt nicht vermutet, dass es so jung ist.

00:04:02: Aber die Ergänzung ist so jung.

00:04:03: Also, das Gesetz selbst

00:04:05: steht

00:04:05: im Grundgesetz.

00:04:07: Erstmal steht Eswania damals waren es dreiundsechzig Männer und davon die vier Frauen der Partei übergreifend entschieden haben, das muss ins Gesetz.

00:04:16: Ich weiß nicht, wenn da keine Frauen gewesen wären ... Ob das so im Gesatz aufgenommen worden wäre?

00:04:22: Das ist total krass!

00:04:24: Ich würde gerne mal mit dir noch einmal über den Titel sprechen und zwar

00:04:27: ... Also ganz kurz, aus dem Jahr ja, war es von der Zeit neunzehnt neunundvierzig, wurde das aufgenommen.

00:04:33: Und dann hat man gesagt, Mensch, das reicht nicht, das müssen wir ergänzen.

00:04:38: Noch mal zu deinem Buchtitel, Laura Woher kommt denn dieser Titel?

00:04:44: Also, wie kamst du auf den?

00:04:47: Also erst mal ich hatte ja das Buch.

00:04:49: Also Don't Be The Nice Girl hab' ich hier geschrieben... ...twanzig wie ein zwanzig!

00:04:53: Zwanzigfünfundzwanzig kam das dann raus und da hatten wir auch unsere erste Folge.

00:04:57: Und dann hatte ich sehr, sehr viele Gespräche und ich hatte mit Sicherheit nicht direkt geplant ein zweites Buch zu schreiben.

00:05:02: Weil das einfach auch wirklich ein Marathon ist.

00:05:04: also wir sehen natürlich denn da auch diese schönen Bücher im Regal stehen.

00:05:08: aber vorher ist es einfach noch mal echt einen Akt sich da so reinzugeben hinzugeben zu recherchieren.

00:05:14: und Dann hatte ich eine Unterhaltung Neben ganz vielen anderen ob Veranstaltungen oder

00:05:21: ja

00:05:21: auf ganz verschiedenen Wie gesagt Events Situationen Und ich hatte mir angewöhnt, immer offene Fragen zu stellen und verstehen zu können wie jemand das jetzt meint.

00:05:35: Dass es Patriarchat nicht gibt, dass es den Feminismus nicht braucht, dass er zu weit geht, dass das übertrieben sei.

00:05:41: Also da bin ich einfach sehr neugierig weil ich verstehen möchte wie man auf diese Äußerung kommt.

00:05:48: Dann hatte ein Unternehmer, den ich praktisch auch nach einem Veranstaltung kennengelernt habe, mir entgegnet Frauen einfach auch nicht wollen.

00:05:58: Also, Frauen wollen keine Karriere machen und sie sind auch nicht ehrgeizig genug Und ich habe mir antrainiert da wirklich auch nicht aus der Haut zu fahren weil ich finde solche Vereinbarungen schwierig.

00:06:08: Es gibt sicherlich Frauen die nicht wollen es gibt auch Männer die nicht Wollen aber es gibt viele Frauen die wollen und die dann nochmal andere Hürden haben auf dieser Strecke.

00:06:17: und deswegen hab ich da noch mal besonders nachgefragt.

00:06:20: Ich glaube, wir haben uns zu zwanzig Minuten gefühlt im Kreis gedreht.

00:06:24: Weil dann keiner so richtig nachgeben wollte ... Ich hab schon seinen Punkt verstanden, weil er Erfahrung gemacht hat bei den Frauen gesagt haben ich schlag jetzt die Beförderung aus oder so und dann ist seine Konklusio okay diese Frau möchte nicht.

00:06:36: das wäre richtig falsch finde ich wenn wir daraus schließen Frauen wollen nicht Und in Kontext uns auch gar nicht betrachten.

00:06:43: Dann ist er weg und dann kam er wieder und sagte aber für eine Emanze bist du ganz schön hübsch.

00:06:48: Und ich so, wow!

00:06:49: Also wir können uns austauschen über Argumente.

00:06:52: Wir können uns austauschen über Meinungen... also das ist ja auch nicht nur Meinung da sind ja Studien dahinter, da sind natürlich Erfahrungswerte aber ich kenne mich wirklich außen im Thema und dann geht es um ein Äußeres.

00:07:07: Also dass er dich als Emanze bezeichnet oder dass hübsch offenbar als Gegensatz verstanden wird?

00:07:16: Ja,

00:07:17: ehrlicherweise war wohl alles auch.

00:07:19: Eine wundervolle Freundin hatte mir so ein Schiff geflanzt, die sagte, hey, nehmen wir an, zu gehen ist eine totale Auszeichnung!

00:07:27: Weil das irgendwo auch bedeutet ... Hey du setz dich für was ein und es ist dir wichtig.

00:07:32: Und was ist daran negativ?

00:07:35: Emanzipiert zu sein Das ist ja ne interessante Frage, die wir im Raum stehen lassen können.

00:07:39: Also ich dachte so wow hat er sich nicht getraut.

00:07:41: Es ist die erste frage und die zweite frage Was hat das miteinander zu tun wie du sagst?

00:07:45: also wieso Können wir, wieso leben wir immer noch in diesen Boxen?

00:07:50: Wie hat denn eine Emanze dann zu sein?

00:07:52: und was darf ich denn sein wenn nicht hübsch bin.

00:07:55: Darf ich da nicht immerzipiert sein oder ne?

00:07:58: also kann ich nur eines von beiden sein unattraktiv attraktiv politik oder pink intellektuell oder sexuell.

00:08:05: Also wie?

00:08:05: so können wir nicht alles in einem vereinen was sie verein wollen als menschen generell Und vor allem aber als frauen weil man total beobachten kann auch eine berichterstattung und co.

00:08:15: wird einfach überwiegend über Äußerlichkeiten von Frauen gesprochen.

00:08:18: Das passiert seltener bei Männern und ja, deswegen habe ich gedacht hat er nicht gesagt.

00:08:25: und dann war ich spazierend mit meinem Hund Und hab gedacht Ich kenne viel mehr Sätze die frauen irgendwie noch mal zeigen wie sie zu sein kamen.

00:08:36: die fraun zeigen Was was geht nicht oder wo es seine rollenüberschreitung hier gerade.

00:08:44: Und dann habe ich die alle runterdiktiert in mein Handy und dachte, das könnte ein Buch werden.

00:08:48: Ich hab auch gar nicht mehr aufgehört.

00:08:49: Ich glaub, ich hab fünfhundert Seiten irgendwann an Notizen gehabt und daraus dann das Exposé geschrieben für meinen Verlag.

00:08:55: Die haben gesagt, es machen wir, das klingt toll!

00:08:57: Verrückt wirklich verrückt... Also vielen Dank an den... Ja, und weiß du?

00:09:01: Für den tollen Buchtitel?

00:09:03: Genau.

00:09:03: Ich hätte

00:09:04: mich

00:09:04: früher nie getraut, das zu verwenden.

00:09:08: So darf ich das.

00:09:11: stelle ich mir heute nicht mehr die Frage darf.

00:09:12: Ich darf natürlich über das Reden, was mir wiederfahren ist... ...ich darf natürlich auch darüber reden wenn mich jemand XY behandelt hat weil ich spreche auch über die Sache und gar nicht über den Menschen.

00:09:24: sondern ja wieso fragt ich mich das?

00:09:26: Wieso fragts sich jemand anderes nicht?

00:09:28: Ist es jetzt eigentlich schon längst überholt diese Klassizierung, die ich hier mache?

00:09:33: Ja und deswegen Danke für den Titel.

00:09:35: Was

00:09:35: meinst du, wie er sich dabei gefühlt hat?

00:09:37: Warum hatte er das Bedürfnis ... Es hört sich für mich so eine Hilflosigkeit fast schon an.

00:09:43: Wenn du nichts mehr weißt und wenn dir nichts anderes einfällt, dann ist es so ein ... Und auch so ein bisschen das letzte Wort!

00:09:50: Weil das war ja auch das letzte Worts.

00:09:52: Ich hab dann auch dazu ... Das lassen wir jetzt mal stehen oder dazu sage ich nicht irgendwie.

00:09:57: Ja, ich glaube so das letzte wort... Also hast ja vielleicht auch Glück in der Welt, bist halt auch ganz hübsch und emanzipiert.

00:10:08: Überhaupt in welcher Position bist du?

00:10:10: Dass du mir sagst wie du mich liest, ob jetzt auch hübsch oder nicht.

00:10:16: Ich hab' nicht danach gefragt aber im Buch schrabe ich dann auch relativ am Anfang so das ist halt auch das Wichtigste im Patriarchat, also auch das wichtigste Kontrollinstrument als Frau Junghübsche unter besten Still zu sein!

00:10:28: Und das war für mich auch noch mal dieses okay... Aha, wie gut!

00:10:32: Ich habe also so diese Humor dahinter.

00:10:36: Ach Mensch ich hab ja... Also Glück habe ich ja, ich scheine ja hübsch zu sein.

00:10:40: Ein Glück bin ich hübch von wegen als Gelbs nichts Wichtigeres und ich finde alles andere ist viel wichtiger.

00:10:46: über wie viele Sachen hätten wir sprechen können?

00:10:48: Ja

00:10:50: absolut.

00:10:50: Und

00:10:50: stell dir das mal anders herum vor.

00:10:54: ein anderes Beispiel im Buch ist, wenn ich hatte einen Herrn, der zu mir gesagt hat.

00:10:59: Ich war bei meiner Ärztin, die sind wirklich eine gute ÄrztInn, aber hübsch ist sie nicht.

00:11:02: Aber stell dir das mal anders vor hervor!

00:11:04: Ich sag doch nicht, mein Arzt war gut... ...aber hübch ist er nicht?

00:11:08: Also es ist so makar.

00:11:09: also da merken wir erstmal wie..

00:11:11: what?!

00:11:12: Das ist total normalisiert gegenüber Frauen

00:11:15: Ja, und wir haben natürlich zum Glück sage ich mal eine gesetzliche Grundlage.

00:11:19: Also das ist ja tatsächlich auch schon viel mehr als andere Länder das haben.

00:11:24: Dennoch gibt es natürlich in der Gesellschaft tiefe Strukturen Und Ich habe so drei Hauptfelder für mich rausgearbeitet wird mich mal interessieren Ob du das bestätigen kannst.

00:11:39: also wir haben ein großes Thema mit dem gender pay gap Gewalt gegen Frauen Und auch finanzielle Ungleichheit, was ja natürlich auch zum gender pay gap passt.

00:11:54: Daraus resultiert und in den Chef-Etagen das hat sich jetzt schon angepasst aber war auch lange waren so in den DAX ein hundert Unternehmen fast gar keine Aufsichtsräte nennen oder Vorständen also schon aber wenige Entwickelt sich auch, also das sind so diese ... Ja und Trend abwärts

00:12:14: ja auch neuerdings.

00:12:15: Also wir

00:12:16: haben jetzt keinen Peak.

00:12:17: Wir hatten vielleicht mal ein Peak aber die Richtung ist nicht die in die wir wollen.

00:12:22: Ja, das finde ich auch überraschend dass man eigentlich dafür einen Grundgesetz hat und trotzdem hat man eben diese Strukturen In der Gesellschaft.

00:12:32: Du hast dreiunddreißig Sätze In deinem Buch.

00:12:36: darfst du schon was verraten?

00:12:38: Können wir hier so ein bisschen spoilern.

00:12:42: Also ich glaube spannend ist es, dass das sich durch unser ganzes Leben zieht also durch alle Lebensbereiche ob wir das wollen oder nicht und auch ob wird es wahrnehmen oder nicht.

00:12:53: Und ich glaube wenn wir es aber auch erst einmal wahrnehmen und sehen dann geht das auch nicht mehr weg.

00:13:00: Ich weiß nicht, ob Du Sätze von mir hören möchtest.

00:13:02: Aber was ich verraten kann ist, dass es diese Dreiundreißsätze gibt und diesen unterteilt in Rubriken.

00:13:07: Weil einmal Macht- und Karrieren ein Riesenthema ist.

00:13:09: Deswegen macht eine Geldfamilie.

00:13:13: Also Macht und Karrière dann Sexismus ... und Sexualität auch total.

00:13:22: Wer

00:13:22: wird dafür gefeiert,

00:13:23: wie viele Sexualpartner zu haben?

00:13:24: Und wer aber auch nicht,

00:13:26: wer wird dafür

00:13:27: geschämt?

00:13:28: Und inwiefern ist das auch ein Kontrollinstrument gegenüber Frauen?

00:13:32: Und dann natürlich Frauen unter Frauen, also auch ein Riesenthema.

00:13:36: Ich hab schon das Gefühl, dass wir viel mehr darüber sprechen.

00:13:38: Das ist auch wichtig.

00:13:40: Was mir dann oft fehlt, sind so die Differenzierungen ... Dass es nicht schwarz oder weiß gibt!

00:13:47: Also, es ist einfach nicht... Das ist für die gut und für die schlecht, sondern es lohnt sich.

00:13:52: Und ich glaube, das braucht's auch total genauer hinzuschauen.

00:13:54: Und das hab' ich wirklich versucht... Uns ist mir auch gelungen!

00:13:59: Sehr differenziert hinzuschauern was das mit uns macht, warum wir alle... Warum es uns allen besser ging wenn wir da sensibler beziehungsweise einfach auch vorsichtiger sind, Dinge zu wiederholen, die wir hören.

00:14:10: Und deswegen war es mir eben auch wichtig, Dinge aufzugreifen, die Wir schon oft hören aber auch andere wo wir sagen Boah, da hätte ich das gar nicht erwartet.

00:14:17: Aber wenn ich das jetzt so aufgearbeitet lese, dann muss ich schon sagen da ist was dran.

00:14:24: Und was hören wir?

00:14:25: Also darfst du das sagen?

00:14:26: Ein Beispiel welchen Satz man oft hört und vielleicht gar nicht so richtig dahin einordnet...

00:14:33: Also ich glaube ganz völlig weg erstmal von Geschlechter oder so ganz krassem Sexismus den wir einfach kennen auch direkt am Anfang.

00:14:44: so man darf ja gar nichts mehr sagen Das ist auch ein Satz.

00:14:47: Man darf ja gar nichts mehr sagen, also doch aber es wird halt darauf reagiert und ich glaube das hat sich auch geändert.

00:14:52: Ist die Frage jetzt wie wir reagieren?

00:14:53: gehen wir ins Gespräch?

00:14:54: sind diese Gesprächsräume für andere Meinungen noch offen der andere ist oder also dass das startet so rein damit man warm wird mit dem Thema?

00:15:03: ne?

00:15:03: Ich bin keine Feministin aber ich bin für Gleichberechtigung.

00:15:05: was bedeutet das denn?

00:15:08: Also wir sind jetzt soweit dass wir uns von aufgeladenen Basswörtern distanzieren wollen weil wir auch Angst haben vor der Reaktion, die darauf kommt.

00:15:17: Weil wir so sehr in diesem ... Ah, die hat das und das gesagt, dann ist sie so!

00:15:23: Wir gehen gar nicht mehr so offen aufeinander zu.

00:15:25: Und ich nehme mich da wirklich gar nicht aus.

00:15:27: Aber wenn wir sagen, Mensch, wir können uns gar nicht mir so richtig ... Unterhalten und man darf ja gar nichts mehr sagen, dann finde ich immer wir müssen auch in den Spiegel gucken.

00:15:36: Also kann man sich denn mit mir anständig unterhalten?

00:15:39: Also ziehe ich auch nicht die ganze Druckschlüsse aus dem was du sagst ohne dich eigentlich gefragt zu haben wie du das meinst.

00:15:45: Und wie geht es dann weiter?

00:15:46: also du greifst dann in dein Buch einen Satz auf Ja

00:15:50: genau

00:15:51: wer das Patriarchat am Leben hält Was passiert dann damit?

00:15:56: Genau, also erstmal bette ich das einfach in eine richtig gute Story ein.

00:15:59: Weil die macht dann total klar wie alltäglich es ist.

00:16:04: Wie alltäklich diese Sätze einfach fallen!

00:16:07: Also wenn wir jetzt... Wir sind ja jetzt hier zwei Frauen, die miteinander sprechen Dann ist das sowas wie... Die sieht ja gemacht aus.

00:16:13: Wer denkt sie wer sie isst?

00:16:15: Es ist einfach mal so schnell dahergesagt Aber da steckt so viel drinne und wenn ich jetzt einen Satz habe, dann nehme ich den auf.

00:16:22: Und die sind mir alle irgendwo irgendwie wieder fahren oder... Ich glaube sie mitbekommen als sie praktisch gefallen sind in meiner Anwesenheit.

00:16:29: Und dann gehen wir direkt hinter dem Satz.

00:16:31: also was steckt hinter diesem Satz?

00:16:33: Und warum wirkt er so wie er wirkt und warum wirk?

00:16:35: der war auch so unscheinbar.

00:16:37: Und danach geht es dann so in Richtung Storytime entweder um das ein bisschen zu vertiefen und zu sagen, hey, das ist mit dort auch passiert.

00:16:43: Was macht das eigentlich?

00:16:44: Ich glaube die Kombi aus persönlichen Geschichten zeigt dann auch wieder so, dass passiert uns allen die ganze Zeit!

00:16:51: Das werden wir auch merken wenn wir genau darauf achten.

00:16:53: Es wäre jetzt nicht ein Buch was ich geschrieben habe, also ähnlich wie das erste Buch, wenn's danach nicht auf eine Handlungsaufforderung gibt oder... Und das ist auf jeden Fall Richtung Schlagfertigkeit.

00:17:03: Wie kannst du eigentlich darauf reagieren, wenn dir das nächste Mal jemand sagt?

00:17:06: Das sind verschiedene Kontexten und deswegen gibt es danach immer so eine How-to-Saybox.

00:17:11: Wie komme ich hier raus?

00:17:11: Weil wir müssen auch nicht in jeden Kampf einsteigen.

00:17:14: Humorvoll, provokant.

00:17:16: passt das jetzt gerade ins Setting dann kann ich auch ein bisschen drüber also nicht darüber drüber sein aber da kann ich mal wiederworte äußern Oder es ist halt einfach faktisch.

00:17:26: Also, ich möchte jetzt hier mit ... Ich möchte klug scheiß in Anführungsstrichen!

00:17:30: Das passt ja manchmal auch richtig gut weil dann jemand auch total offen dafür ist.

00:17:34: oder man möchte eher so sagen hey das ist einfach wirklich falsch so wie du es sagst und es kann deine Meinung sein aber deine Meinung ist halt auch kein Fakt.

00:17:42: so.

00:17:43: Und genau da nach natürlich Reflexionsfragen in Kurzu von wegen welchen Anteil habe ich eigentlich daran dass ich das Patriarchat auch am Leben halte?

00:17:51: Aber das finde ich auch ein ganz spannenden Punkt.

00:17:54: Da würde ich gerne mal gerade ganz kurz einen Side Step machen, weil das ist ja... Das Narrativ ist ja so dass nur die... Erstens nur die Männer Förderer des Patriarchats sind und nur die Frauen darunter leiden.

00:18:09: Ich würde aus meiner Perspektive sagen es gibt auch viele Männer, die da drunter leiten plus Es gibt auch viel Frauen, die es fördern.

00:18:19: Also es geht total über Kreuz.

00:18:21: Das finde ich echt wichtig.

00:18:24: Also es gibt bestimmt auch ganz viele hochqualifizierte Männer in Top-Positionen, die dann Kinder bekommen und gerne Teilzeit arbeiten wollen würden.

00:18:34: Es vielleicht heutzutage ist das sicherlich auch noch ein bisschen anders.

00:18:36: also der Zeit als meine Kinder bzw unsere Kinder klein waren war das jetzt schon nicht so üblich ja?

00:18:45: Und deswegen finde ich dass Männer da auch drunter leiten?

00:18:48: Ja indem sie ja nicht so frei entscheiden können ohne gejudged zu werden.

00:18:53: Ja, weil Rollenbilder stecken ja bei den Ehringsstereotypen Erwartungshaltung und Co.

00:18:58: drinne.

00:19:01: Also die folgende Frage darauf ist für mich dann immer okay, dann brauchen wir auch bitte mehr Männer im Team gegen das Patriarchat.

00:19:11: Und genau das passiert eben nicht wenn wir pauschal jemanden zum Feind erklären.

00:19:16: Ich kann diesen Frust und Divut nachvollziehen, ich hab für mich entschieden, dass ich sie einfach diese Differenzierung reingebe und sage wie können wir denn jetzt miteinander im Gespräch bleiben?

00:19:24: Auch nicht mit allen, das funktioniert auch nicht mit allem!

00:19:26: Aber mit ganz vielen die dafür zu gewinnen sind das Bewusstsein erst mal zu bekommen weil es nicht Teil ihrer eigenen Lebensrealität ist und so sagen okay wie kann ich jetzt dazu beitragen?

00:19:39: Und natürlich würde ich mir von Anfang an wünschen wenn du dir das wünschst in Teilzeit zu gehen als Vater oder sowas dann Okay, warum gehen wir nicht alle auf die Straße?

00:19:47: Und sagen wir wollen.

00:19:48: Wir wünschen uns andere Unternehmenskultur und machen das so irgendwie nicht mehr mit.

00:19:51: Das ist jetzt natürlich total überspitzt

00:19:53: aber ...

00:19:55: Ja es braucht uns deswegen alle!

00:19:57: Und wir kämpfen nicht gegeneinander.

00:19:58: Also das Schlusskapitel im Buch geht nur gemeinsam.

00:20:01: Es geht auch für Gewalt gegen Frauen.

00:20:05: Da möchte ich nicht hören, mein Mann ist nicht so sondern da möchte ich hören wenn mein Kumpel das nächste Mal einen sexistischen Witz macht, das ist nicht lustig.

00:20:11: Und natürlich ist auch Gewalt gegen Männer ein Thema und es geht nie darum... Geschlechter gegeneinander auszuspielen, wer mehr leidet oder nicht.

00:20:20: Dann gibt es das ein und dann sage ich mir der bei Männer leiden auch darum geht's halt jetzt gerade nicht.

00:20:24: also und das krasse ist noch ein Argument mehr dafür um zu überlegen okay wie können wir eigentlich dieses System weiterentwickeln?

00:20:33: was wollen wir?

00:20:33: stürzen in Anführungsstrichen welche Strukturen wollen wir abbauen und verändern damit es uns ja eben allen besser geht?

00:20:39: Also das eine ist ein mental load bei jemandem das ist der financial load Und dass nicht gegeneine aufwiegen Ja, und natürlich... also ich würde lügen wenn mir das jetzt immer gelingt.

00:20:49: Also sehr offen und nochmal nachzufragen.

00:20:53: Und so ist es einfach anstrengend.

00:20:54: aber ich glaube davon brauchst noch mehr weil sonst Ingeragebait Klicks Headlines die einfach scharf sind die funktionieren dann und das spaltet und spaltet und spaltet.

00:21:04: Ich will meinen Beitrag dazu leisten.

00:21:06: dafür schreibe ich dann auch Bücher.

00:21:09: Wir dürfen wütend sein, wir müssen wütent sein.

00:21:11: Aber wie geht's denn?

00:21:13: Ich will nicht hier stehen bleiben und wütends sein!

00:21:16: Und auch gleichzeitig überlegen was kann ich dafür tun dass Zukunft besser wird.

00:21:20: Das

00:21:22: muss doch irgendwie

00:21:23: einhergehen so.

00:21:25: Hast du mir einen Zitat mitgebracht, liebe Laura?

00:21:30: Doch, mir fällt direkt eins ein und ich finde das passt total gut.

00:21:34: Es ist mehr oder weniger eine Zitatfrage gibt es da Und zwar wer sagt, dass das so zu sein hat.

00:21:41: Also wer sagt... ...dass

00:21:44: X

00:21:44: so zu seien hat und da können wir alle für uns jetzt mal einen Wort einfügen oder auch eine Tatsache durch die wir uns selbst vielleicht auch total einengen?

00:21:55: Und wir denken es ist aber so!

00:21:57: Das hat so zu sehen, das ist die Norm.

00:21:58: und ich fragt dann einfach immer ganz gerne Sagt Wer?

00:22:01: Also wer sagt, dass ich nicht emanzipiert und hübsch sein kann?

00:22:04: also Ich bin einfach alles was ich will.

00:22:06: Wer sagt, X sein kann und auch Y. Oder wer sagt, dass X zu Hause bleibt?

00:22:13: Und Y nicht!

00:22:14: Wer sagt, das Geld verdienen männlich ist?

00:22:16: Wer sagt

00:22:17: das?!

00:22:18: Wer sagt ... Das machen wir halt jetzt so, das macht man so.

00:22:20: Wer ist dieser Mann?

00:22:22: Ich glaube, so befreien wir uns selbst ganz viel von ja so auferlegten und auch verinnerlichten Glauben setzen, jetzt für außen soll das

00:22:31: so aussehen.

00:22:32: Wie machst du das für andere?

00:22:34: Was willst du eigentlich wirken?

00:22:35: Es sind so Riesenfragen und dafür suche ich auch mit dem Buch durchzuleiten durch diese Reflexionsfragen Und es kann auch richtig weh tun weil man halt auch mal in den Spiegel schaut und sagt oh wow Ne so Sätze habe ich auch schon gebracht.

00:22:46: zum einen So denke ich manchmal auch über mich selbst und was sagt das eigentlich wenn nicht über andere so spreche über mich Selbst und ist aber eine sehr heilsame Reise Weil man danach glückseliger und zufriedener, ich finde mit sich stimmiger rauskommt.

00:23:02: Wenn man irgendwann rauskauft ... Ich glaub es ist eine Reise, die geht lang gelangt.

00:23:07: Die Frage, die mir gerade Stelle ist, können denn solche Sätze ja, die wir verinnerlicht haben?

00:23:14: Das kann doch sein dass sie vor zwanzig dreißig Jahren zu Hause beim Abendessen gefallen sind Dann immerhin auch mit uns rumschleppen, die vielleicht überhaupt nicht mehr dienlich sind.

00:23:27: Auch man das gar nicht wahrnimmt, dass man selber Sätze als Wahrheit empfindet, die keinen Sinn machen.

00:23:34: Das finde ich schon sehr spannend in die Selbstreflexion zu gehen und es zu hinterfragen also was man da auch über sich selbst denkt.

00:23:46: Was ist das eigentlich für ein Satz?

00:23:48: Woher kommt das denn?

00:23:49: Warum sage ich das?

00:23:50: Ja, warum denke ich das?

00:23:52: Wer hat es zu mir gesagt und hab damals übernommen, weil das eine Schutzfunktion hatte.

00:23:56: Weil's nicht anders konnte... Aber jetzt kann ich das!

00:24:00: Und da sind wir bei einem schönen Punkt.

00:24:01: Das ist nämlich auch unser eigener Anteil an Veränderungen die wir uns wünschen in Gesellschaft oder auch also gesellschaft klingt immer so riesig und das kann Ich nicht mit anpacken.

00:24:10: Susanne du und ich Wir sind die gesellschaft.

00:24:12: Die die Zuhören sind die Gesellschaft und dann geht's so aus verschiedenen Kleinen Kosmos raus in die Familie, Unternehmenskulturen ist auch wieder riesig.

00:24:21: Aber einzelne Teams, wie spreche ich mit Kolleginnen und Kollegen?

00:24:25: Ja!

00:24:25: Und dann Freunde, wie gehe ich?

00:24:27: Partnerschaft... ja it's a lot.

00:24:30: aber es lohnt sich also und ich glaube was ist die Alternative nicht zu machen?

00:24:35: Auf gar keinen Fall.

00:24:37: Die Frage ist können wir die Strukturen überhaupt verändern wenn mir die Männer hauptsächlich als Teil des Problems beschreiben?

00:24:43: Spannende Frage

00:24:47: statt sie als Teil der Veränderung mitzudenken.

00:24:49: Das ist ja auch das, was du vorhin gesagt hast dass wir die Männer brauchen.

00:24:55: und ich würde sagen also ich mein jeder lebt ja so in seiner Bubble aber meiner Bubble gibt es kaum Männer die tatsächlich so denken.

00:25:06: Also in meiner Bubble sind die Männer relativ.

00:25:12: Also ich würde sagen, es ist fast schon so eine Gleichguldigkeit wahrscheinlich auch.

00:25:15: Weil für die ist das völlig selbstverständlich... Aber das ist halt

00:25:18: super gefährlich!

00:25:19: Das ist interessant, dass du das sagst?

00:25:20: Ja.

00:25:20: Die brauchen wir ja auch im Team und viele von denen halten es aber nicht für notwendig weil sie von sich selbst ausgehen und sich gar nicht ausmalen können welche Gedanken Überzeugungen, andere Männern in dem Fall weil wir sie über Männer sprechen.

00:25:39: In der Gesellschaft haben die aber wirklich krassen Einfluss haben.

00:25:43: also ich habe das Gefühl nämlich diese sind wahnsinnig laut Die mit den schlechten in Anführungsstrichen Überzeugung Also auch die mir ganz kleines Gesicht sagen Frauen können Wirtschaft nicht so gut wie ich, Frauen gehören dies.

00:25:55: Wer sagt das?

00:25:56: Sag du mir nicht, wer ich sein soll oder wo meine ... Sagt wer!

00:25:59: Ja, also wer sagt das?

00:26:00: und wer denkst du, wer du bist, dass du mir sagst was ich zu tun habe, was sich zu lassen, was ich kann und was ich nicht kann.

00:26:05: Du kennst mich nicht Und auch an Geschlecht festzumachen finde ich es viel zu einfach.

00:26:11: Genau.

00:26:11: aber jetzt um den Bogen wieder zu schließen Das heißt die die sagen so, ah das ist doch hier kein Thema.

00:26:18: Das ist ein anderen Ländernthema weil kulturell patriarchal geprägt und so weiter.

00:26:22: Ja ja und ja.

00:26:25: also es ist coexistiert und wir wollen aber besser sein als gestern Und wir wollen auch unsere Probleme angehen in diesem Land.

00:26:32: deswegen sprechen wir hier darüber und mich interessiert Also natürlich interessiert mich global was los ist Aber ich möchte nicht hier auf stumm geschaltet werden weil ich mich einfach glücklich schätzen soll, dass ich dann hier in Deutschland gebe und es doch gar nicht so schlecht ist.

00:26:51: Darum geht's nicht!

00:26:51: Ich weiß...ich hatte Glück in der Glückslotterie.

00:26:54: Wir hatten Glück.

00:26:54: wir sind hier in deutschland geboren.

00:26:57: Dafür können wir nichts.

00:26:59: Na also das ist jetzt nicht unser Zutun gewesen Und ich möchte aber noch da wo ich jetzt erstmal bin versuchen wirksam zu sein.

00:27:06: So und jetzt zurück auf die Männer die dann eben sagen sehr gar kein thema verstehe ich nicht weiß ich nicht ob ich sagen würde Alle Männer, die ich kenne gehören nicht zu der Grupphöhe.

00:27:21: Also ich kende so viele Männer, wie so viel mehr tun könnten für das aufzustehen und einzustehen wovon sie überzeugt sind nämlich Gleichberechtigungen Wie Sie Frauen behandeln usw.

00:27:32: Und dass nicht unbedingt wenn Ich dabei bin oder im geschlossenen sondern Auf jeden Fall Wenn Sie in Ihren geschlossenen Räumen sind unter Männern weil dann fängt diese Veränderung an.

00:27:44: Also, ich hab ein Beispiel im Buch.

00:27:46: Das ist ein ehemaliger Arbeitskollege der mir auf LinkedIn geschrieben hat so hey, weil ich dann irgendwas gepostet hatte über Geburtenrat und dann hatten wir einen Mann in den Kommentaren geraten.

00:27:57: vielleicht wäre meine letzte Chance auch die Samenbank und Frauen wie ich hätten irgendwie nur verbrannte Erde hinterlassen kann sein, kann ja auch seine Meinung sein.

00:28:05: dem stimme ich natürlich nicht zu Und es ging überhaupt nicht um mich individuell.

00:28:08: Es gingen um eine strukturelle Frage Wie Deutschland dafür sorgen könnte?

00:28:12: Strukturell auch zu sagen, dass einfach Frauen im Gewehr wegen Alter, wenn man sie dann auch mal fragen würde, bräuchten um zu sagen Kinder.

00:28:21: Mehr Kinder oder überhaupt kann ich mir vorstellen.

00:28:24: und dann habe ich privat eine Nachricht bekommen von einem Mann den ich schätze hey das sind ja Clowns die da kommentieren Ich finde es toll was du machst und wie du das auch angehst so da hört man eh mich gerne zu und so.

00:28:35: und dann hab ich kurz gedacht so ist voll nett und das find' ich auch wichtig.

00:28:41: Nur das brauche ich nicht in meiner privaten Nachricht.

00:28:45: Ich brauchte es unter meinem Kommentar gegen diesen Mann sozusagen.

00:28:49: Im

00:28:49: Feed!

00:28:50: Ja, hier müssen auch Männer gegen Männer argumentieren und ich finde dieses Bild ... Das war so stark zu sehen, musste das auch in diesem Buch.

00:28:59: Wir brauchen Männer die Männer outcalling und zwar eine Öffentlichkeit im Sinne von hey das ist Wandel der Zeit Und die keine Angst davor haben Von diesen Sätzen eben so, man darf hier gar nichts mehr sagen.

00:29:10: Jetzt ist ja auch ein Kompliment Sexismus!

00:29:12: Das ist wirklich... Entschuldige die Ausrüstungsweise das ist Bullshit.

00:29:15: Also und wenn wir anfangen Angst zu haben Dinge zu benennen Die für das richtige Sinn.

00:29:20: Und für mich ist richtig gleich Gleichberechtigung gleich da steht im Grundgesetz.

00:29:25: Dann haben wir halt ein anderes Problem.

00:29:27: und das letzter Satz dazu bringt mich zu einem anderen Gespräch.

00:29:31: wo oder überhaupt generell Gespräche die dann Wenn ich darauf angesprochen werde, dass ich für Gleichberechtigung bin und das das Problem ist, dann haben wir ein anderes Problem.

00:29:42: Dann verfehlen wir auch so voll des Ziels und bitte lass uns unsere Energie auf die tatsächliche Veränderung irgendwie auch steuern.

00:29:50: Da

00:29:50: springe ich direkt mal in meinen Konflikt der Woche denn die echte Veränderungen... Also andersrum gesagt manchmal hilft es ja eine echte Und ich bin ja nun mal im Kernberuf Steuerberaterin, wie du weißt.

00:30:08: Ich sehe sehr viel was Menschen in Deutschland verdienen, wie sich die Geheizstrukturen entwickeln nach einer Heirat und nach der Geburt von Kindern.

00:30:22: Spannend!

00:30:23: Darüber könntest du bitte ein Buch schreiben?

00:30:25: Darüber könnte ich ein Buch schreiben.

00:30:27: also ich weiß was Deutschland verdient ist aber auch egal darum geht es mir gar nicht.

00:30:32: Was aber auffällig ist, ist das sozusagen durch den Splitting-Tarif.

00:30:39: Also wir haben ja ein Steuermodell, dass aus einer Zeit kommen die gar nicht mehr

00:30:46: existiert.

00:30:46: Weit hinter uns liegt!

00:30:47: Ja

00:30:47: also abgesehen davon vom wording... Ich finde schon das wording ganz schwierig.

00:30:52: Wir haben dann den Steuerpflichtigen und seine Ehefrau Und dann haben wir den Spliting Tarif der sozusagen begünstigt.

00:30:59: Wenn einer, also das muss nicht die Frau sein aber wenn einer deutlich weniger verdient dann rutschst du in der Progression sehr nach unten mit dem Steuersatz.

00:31:08: Da gibt es ja ganz viele Diskussionen dazu und ich kann das wirklich nur sagen.

00:31:12: Ich finde dass... Das ist auch so ein Machtgefälle.

00:31:15: was ich auch ganz furchtbar finde ist Steuerklasse drei und fünf weil da wird sozusagen eigentlich etwas Falsches simuliert.

00:31:22: Also wenn die Frau dann in Steuerklaße fünf geht Dann verdienen sie deutlich weniger, was dann am Ende mit der Steuererklärung aber wieder sozusagen zusammengerechnet wird und dann in diese Splitting Tabelle reinfließt.

00:31:40: Und weil sie aber weniger verdient – die abgezogene Lohnsteuer beim Steuerpflichting bei dem Ehemann dann in diesem Fall geringer ist und er mehr verdient -, ist das so ein Argument.

00:31:55: Also das Argument ist, naja die Frau verdient ja weniger.

00:31:58: Deswegen muss sie bei den kranken Kindern zu Hause bleiben.

00:32:02: Ja also die Teilzeit arbeitende Ehefrau Das ist so der Klassiker abgesehen davon weniger in die Rente eingezahlt und so weiter.

00:32:09: Muss dann bei den Kindern zuhause bleiben weil sie verdient ihr weniger.

00:32:13: natürlich sollen Familien gefördert werden also das will ich jetzt damit überhaupt nicht sagen.

00:32:17: also bitte Bitte auf jeden Fall!

00:32:19: Die Geburtenrate ist rückläufig.

00:32:21: Wir brauchen völlig andere Konzepte, um Familien zu fördern.

00:32:24: Ich habe andere

00:32:24: Ideen, um die Familie zu fördern.

00:32:26: Aber es kann doch nicht sein dass wir ein System haben das ist begünstigt und sich dann auch gar nicht lohnt aufzustocken.

00:32:38: Und das will uns dann aber wundern nach fünfzehn Jahren, wenn die Kinder größer werden.

00:32:42: Dass die Leute oder die Frauen meistens... Also ich würde wirklich sagen also in achtundneinzig Prozent der Fälle, die ich sehe sind es Frauen.

00:32:50: Dass sie dann gar nicht mehr so richtig ins Berufsleben zurückfinden.

00:32:54: Dann fehlen die auf dem Arbeitsmarkt und so weiter.

00:32:56: Da können wir jetzt eine riesige Debatte aufmachen.

00:32:57: Mein Punkt ist aber ... Es kann doch nicht sein dass das System das verursacht?

00:33:03: Also begünstig vor allem!

00:33:05: Ja, und auch so Machtgefälle kreiert.

00:33:08: Ich glaube das Spannende ist ja hier dass wir dann immer von diesem optimal ausgehen.

00:33:18: Man ist auf Augenhöhe und es wird nicht ausgenutzt.

00:33:21: Und ich glaube da ist die Realität leider eine ganz andere.

00:33:25: Dass man einfach nicht davon ausgehen kann, dass das eben nicht zum Hebel wird.

00:33:29: also nach Trennungs... Wir sind jetzt nicht bei Trennung aber finanzielle Gewalt in Partnerschaften ist ein Thema und was das für Auswirkungen hat.

00:33:37: Dass man dann immer von diesem Friedefreude-Eierkuchen-Ehepaar ausgeht, sagt es total fair und Gemeinsames konnte oder sagt wer?

00:33:44: Das gibt's manchmal auch gar nicht!

00:33:46: Und dann profitiert der eine Part... Es gibt ja zahlreiche Dokumentationen, die würde ich am liebsten nie wieder welche sehen aber die gibt's jedes Jahr aufs Neue wo Frauen sagen Ich war dumm, ich war naiv.

00:33:56: Das ist so die individuelle Ebene, warum hast du dich dafür entschieden?

00:34:00: Deswegen lese ich an Schulen damit man Eheverträge und Co.. Also damit man auch sagt da rein.

00:34:06: Aber ich sehe deinen Punkt total im Sinne von,

00:34:10: das ist etwas

00:34:11: was lenkt!

00:34:13: Da sind wir bei der strukturellen Ebene und das geht auch anders.

00:34:16: Aber das ist doch auch logisch weil wenn du sagst okay du bist günstig besteuert wenn der eine voll arbeitet sei mal jetzt ganz normale Durchschnittsfamilie.

00:34:26: Der eine arbeitet voll und dann gibt es noch jemand der arbeitet fünfzehn Stunden jetzt mal geschlechter unspezifisch Dann hast du insgesamt in der Gesamtrechnung, also eigentlich das beste Outcome versus die andere Person arbeitet auch dreißig Stunden was ein Riesen Stress in der Familie bedeutet.

00:34:45: Ja völlig nachvollziehbar.

00:34:47: und dann nimmt man doch mal im ersten Moment nimmt man doch Mal das Modell dass dann sozusagen sich am meisten rechnet Und das ist der Punkt den ich habe wir befördern so zu sagen damit Dass sich Frauen mehr entscheiden in diese untergeordnete Rolle zu gehen.

00:35:05: Es ist einfach ein Fakt, das ist auch wissenschaftlich nachvollziehbar und das ist der Punkt den ich habe und das kann einfach nicht sein dass wir sozusagen als System... Ich weiß nicht es kommt bestimmt aus den fünftiger Jahren, ich weiß es, ich hab's jetzt aber nicht nachgeschaut ja?

00:35:22: Und das ist was ist jetzt auch politisch auch angekommen usw.

00:35:28: Das ist zum Beispiel etwas wo ich sage Das muss einfach aufhören.

00:35:32: Also da sind wir ja bei, ich glaube was sehr oft verwechselt wird ist so dieses individuelle Ebene, strukturelle Ebene und dann sagt er so Ja aber sie hat sich ja so entschieden Oh mein Gott!

00:35:43: Ja.

00:35:44: also ich glaube, was wir total unterschätzen ist einfach auch diese Wirkung.

00:35:47: das macht man halt so eine gesellschaftliche Erwartung familiäre dann auch in die Partnerschaft Und dann nicht berücksichtigt.

00:35:55: wie du sagst welche Leitplanken hat man denn gesetzt?

00:35:58: als Land, politisch und so weiter.

00:36:00: Also E-Gardensmitglied gibt's seit... ...und wir leben halt jetzt in den Jahrzehnten.

00:36:07: Und ist die Frage, wo wollen wir denn hin im Thema Gleichberechtigung?

00:36:14: Wie sagt man, ist das noch zeitgemäß?

00:36:17: Was glaubst du kostet Frauen am Ende am meisten Geld?

00:36:24: In diesem ...

00:36:25: System?

00:36:26: In dem Leben?

00:36:27: Ja!

00:36:28: In diesem Leben, also auch in dieser Konstellation jetzt wie ich es gerade geschildert hatte.

00:36:34: Kinder!

00:36:36: Was glaubst du kostet ihr am meisten Geld?

00:36:37: Ehrlicherweise muss man ja schon sagen, Frauen sind bis zur Geburt der Kinder.

00:36:42: Das sind wir richtig stark in Deutschland.

00:36:45: Also

00:36:46: bis zur Geburte des ersten Kindes!

00:36:48: Wir haben uns kennengelernt über die Zeitungsartikel.

00:36:50: Der Kreißal als Zeitmaschine zurück in den Sechzigerjahren oder Fünfzigern und ich hatte eine Talkshow über Geburtenrate geschaut und dort hat eine Frau auch diese Argumente aufgeführt, die unter anderem sich Frauen stellen Abwägen, so möchte ich das nicht in dem System, in dem wir gerade leben.

00:37:09: Und ich frage mich auch manchmal, wieso hören wir da nicht besser zu und schrauben an diesen Schrauben?

00:37:15: Also Frankreich macht es jetzt zum Beispiel so die hat das Gesundheitsministerium hat Riefe rumgeschickt alle neunundzwanzigjährigen ist jetzt nicht mehr Zeit Ferla Murch also Kinder zu machen.

00:37:26: So hey!

00:37:26: Wir brauchen Kinder.

00:37:28: Also, ich würde mich jetzt auch nicht von dem Brief angesprochen fühlen.

00:37:31: Weil da fehlt mir halt das Gerüst drumherum.

00:37:34: also ja dann macht halt die Politik für mehr Kinder.

00:37:38: aber zum Beispiel ein anderer Vorstoß der kommt ist dass sie Social Freezing also dass Sie das übernehmen an Kosten also darauf zu überlegen hey wenn Frauen sagen Ich bin so gut ausgebildet ich möchte daraus jetzt auch was machen.

00:37:51: wie viel gut toll top Ausgebildete Frauen haben wir Die Zuhause Sitzen Obwohl sie Dann Nicht Vollzeit sein wollen, sondern super gerne auch.

00:38:01: Und dann sind Kita zu wenige Kita-Plätze.

00:38:03: also das ist dann immer so eine Liste die genannt wird und ich habe das Gefühl dadurch dass wir sie so oft nennen ist sie irgendwie bekannt aber dadurch wird es ja nicht angegangen.

00:38:12: Das ist auch so ein Riesenthema.

00:38:14: Ach da drüber haben wir doch gesprochen.

00:38:15: Nein!

00:38:16: Wir haben es angesprochen.

00:38:17: und vor allem viel wichtiger wir haben's aber noch nicht gelöst und solange müssen wir auch darüber sprechen.

00:38:22: Und die Maserhood-Panelty nennt sich ja diese Strafe, Mutter zu werden in Anführungsstrichen.

00:38:26: Weil Karriereknick wie viel Einbußen hat man dadurch und das dann aber auch nur an Anführungstrichen weil dann so ein Gefälle auf einmal stattfindet, auf einmal geht die Frau zurück in Teilzeit.

00:38:37: also dann gibt es den Hashtag hier Elterndiskriminierung.

00:38:40: Die Stelle gibt's auf einmal nicht mehr.

00:38:42: Es betrifft sicherlich dann auch Männer.

00:38:44: Also da sind wir jetzt auch nicht nur bei Frauen.

00:38:46: Aber genau wenn du mich fragst Frauen, dann ist das ein Thema.

00:38:50: Da gibt es viele Stellschrauben die zu drehen sind und weil du gesagt hattest davor stehen Frauen richtig guter?

00:38:55: Und das finde ich ja so.

00:38:56: das krasse.

00:38:57: also das zeigt so deutlich dass genau da der Knackpumpt ja auch isst.

00:39:01: Also da ist einfach knackt, denn es geht nicht um die Qualifikation Es geht eben nicht um...es sind nicht genug Frauen da sondern es geht um den Kontext.

00:39:12: Was ist, wenn dann Frauen zum Beispiel Kinder bekommen?

00:39:16: Obwohl

00:39:17: auch wieder

00:39:18: aufgehen an Argumentationsketten.

00:39:20: Weil natürlich auch trotzdem praktisch benachteiligungen Aufgrund vom Geschlecht passiert ja auch, wenn ich keine Mutter bin im Job wegen stereotypischen Erwartungshaltung oder einfach so.

00:39:32: Stereotype die wir verinnerlicht haben und das wird dir dann ganz oft immer so... gegeneinander ausgespielt, was ich wie gesagt falsch finde.

00:39:41: Probleme gegeneine auszuspielen.

00:39:43: Sie sind beide da, sie existieren parallel.

00:39:45: Ist dann ... Was haben eine Jungen für Themen in Schulen?

00:39:49: Wann verlieren wir junge Männer und

00:39:51: Co.?

00:39:52: Also das ist ein Thema, das muss auch adressiert werden.

00:39:54: Darüber freue ich mich auf Bücher zu lesen.

00:39:57: Wichtig find ich einfach

00:39:58: nur... Total!

00:39:59: Wenn ich über Gewalt gegen Frauen spreche, möchte ich nicht hören, Männer betrifft es auch.

00:40:03: Das weiß ich, zwanzig Prozent Partnerschaftsgewalt sind Männer betroffen.

00:40:06: Es ist genauso schlimm.

00:40:09: Immerhin, Männerhilfe-Telefonen seit zwanzigzwanzig aber erst und auch nicht so staatlich ausgebaut zu gefördert wie das Gewalthilfetelefon für Frauen.

00:40:19: Das ist ein Thema!

00:40:20: Schreib dazu Bücher bitte, mach dazu eine Petition, mach was, aber schreibt nicht unter mein Video für das eine Thema dein Thema.

00:40:30: Weißt du, wie ich meine?

00:40:31: Also lass uns gegenseitig bitte Grückenwind geben, aber nicht Themen gegeneinander ausspielen.

00:40:37: Es geht nicht darum, wer mehr leidet.

00:40:39: Es geht um die Menschen, die leiden und was wir dafür tun können, dass sie weniger leiden in

00:40:44: unserer Gesellschaft.

00:40:46: Du hast mir auch erzählt, wenn du zu den Schulen gehst, dass da ganz viele Jungs dabei sind?

00:40:52: Ja, das ist natürlich toll.

00:40:54: Auf Freimeleg!

00:40:55: Genau, denn wurde einmal freigestellt, weil das erste Buch ja downbeaten heißt.

00:40:59: Den wurde dann freigesteckt, Sie können gerne gehen... Aber die sind geblieben, was ich schon mal toll fand.

00:41:05: Und es geht ja auch gerade im ersten Buch um Selbstvertrauen und Selbstverantwortung.

00:41:09: Das erste Buch ist so dieser Blick in uns also nach innen der zweite buch ist jetzt so dieser blick nach außen.

00:41:16: Also in welchem Kontext bewegen wir uns denn überhaupt?

00:41:19: Und da geht das auch um Mann und Frau aber vor allem einfach auch ums Mensch sein.

00:41:23: Ich sage immer selbstvertrauen kennt kein alter selbstvertrauen kennt auch keinen geschlecht.

00:41:27: Es gibt natürlich sozialisierungen und die müssen meiner Meinung nach berücksichtigt werden.

00:41:32: Und in dieser Klasse gehen ganz tolle Räume auf, die wünsche ich mir für ganz viele unterschiedliche Bereiche in der Gesellschaft.

00:41:39: Wo zugehört wird, ängste wahrgenommen werden und auch gesehen werden... ...und dann praktisch darüber gesprochen wird es okay wie können wir immer dieses Wie geht's weiter?

00:41:51: Was sind die Next Steps?

00:41:52: Das ist so toll wenn da so ein Raum aufgeht!

00:41:55: Und er geht mit jungen Mädchen, jungen Frauen genauso wie mit Jungen Männern Jungs auf und dazu eine krasse Filmempfehlung von Wunderschön.

00:42:06: Da haben wir darüber schon mal gesprochen, da gibt es auch diesen Raum von dem... Da kommt einer vom BKA und Bundesministerium für Familie, Jugend, kommt in die Schulen Also, geht erst mal mit den jungen Männern durch.

00:42:22: Wie viel Nähe mag ich?

00:42:25: Wo ist eine Distanz?

00:42:26: Da passiert was und will kein Filmspoilern.

00:42:28: Dann weint ein Junge, dann wissen die gar nicht wie gehe ich damit um.

00:42:33: Bei diesem Film ist man so krass bewusst geworden in diesen kleinen Räumen für eine Veränderung statt.

00:42:37: Wir reden oft zur Gesellschaft und Politik.

00:42:40: Ich glaube das ist für viele gar nicht richtig anzufassen.

00:42:43: Aber da sind wir ... wenn wir zurück rudern oder ... Wer macht der Politik, das sind ja auch Menschen.

00:42:50: Und wenn wir dann zurück auf uns gehen und auf diese ganz kleinen Räume die wir haben Beziehung Freunde Team Kultur hatten wir eben Dann sind wir die Veränderungen, die wir sehen wollen.

00:43:00: Ja

00:43:00: auf jeden Fall da sprichst du mir total aus dem Herzen dass wir Auch anfangen dürfen im kleinen Müssen

00:43:08: Fragezeichen.

00:43:09: also eine wichtige frage

00:43:13: Ist natürlich immer schwierig, ihm zu sagen was er tun muss.

00:43:17: Aber ich bin da völlig bei dir.

00:43:18: auch in diesen bewegten Zeiten ist es total wichtig und auch nicht mehr so stillzuleiben.

00:43:24: Weil still ist ja auch nicht unparteiig.

00:43:27: Also auch bei einem sexischen Witz still zu sein.

00:43:31: du hältst dich dadurch nicht raus.

00:43:33: Du gibts dadurch jemanden deine Stimme und jemandem halt auch nicht.

00:43:37: Ja ganz genau Laura, ich verstehe dein Buch auch wie ein Werkzeugkasten um auch eine Anleitung zu bekommen.

00:43:46: Wie man mit bestimmten Situationen umgeht?

00:43:48: Meine Frage ist jetzt braucht es das heute noch und warum brauchtest du es heute noch?

00:43:56: Genau also es ist ein großer Werkzeug

00:43:58: Kasten geworden

00:43:58: würde ich sagen und ich glaube dass sind so zwei Antworten die ich darauf geben kann.

00:44:03: also ob's den Werkzeug kasten noch braucht oder nicht ist glaube ich total individuell und die einen

00:44:06: werden sagen

00:44:07: Entweder wegen Schlagwerte geboren oder ich habe auch einfach diese Situation gar nicht.

00:44:12: Also es gibt

00:44:12: immer Situationen,

00:44:13: in denen ich danach dachte und wenn es jemand gar nicht hatte der soll sich bitte bei mir melden oder sie... Mensch hätte ich danach nicht das und das gesagt!

00:44:21: Und ich glaube darauf

00:44:22: kann man einfach Antworten trainieren gar nicht

00:44:25: wie so ein Roboter sondern wie so eine Art

00:44:29: Repertoire für sich selbst Sei es eine Gegenfrage, sei es drei oder vier Fakten, die wir einfach wissen.

00:44:35: Die ganz klar gegen typische Sätze sozusagen funktionieren.

00:44:40: und

00:44:41: wenn ich jetzt die Frage weiter spanne, so braucht es denn das Buch?

00:44:44: Also brauche ich solche Bücher überhaupt noch?

00:44:46: Brauche es Feminismus überhaupt

00:44:48: noch?".

00:44:48: So was werde ich dann in Deutschland auch oft gefragt, so von wegen hey in Deutschland.

00:44:52: Das hatten wir ja schon mal hier aufgegriffen.

00:44:55: Kulturell Länder spezifisch ist die Antwort... auf jeden Fall trotzdem ja.

00:45:02: Also es mag sein und ich sage dann immer diejenigen, die zu mir sagen so brauchst du's denn wirklich noch?

00:45:07: Zu denen sage ich das ist das

00:45:09: Erd

00:45:09: diese Person dass es für sie selbstverständlich ist, dass wir gleichberechtigt sind davon braucht ganz viele es brauche aber auch die, die dafür laut sind.

00:45:17: und jemandem der mir dann entgegnet so aber warum brauchste es denn noch könnte ich glaube ich vierhundertfünfzig tausend zahlen gegen den Kopf schmeißen.

00:45:28: Aber ich habe mir so fünf rausgesucht und vielleicht helfen die dann auch, sich zu merken und zu sagen, na ja also ganz klar, denn der PayGap

00:45:36: hat das zu

00:45:36: Eingangs schon angesprochen Die gibt's!

00:45:40: Die liegt bei sechzehn Prozent aktuell, die bereinigte.

00:45:43: Also man sagt unbereinigt und bereinigt weil natürlich gibt es einen Unterschied wenn mehr Frauen oder ist ja auch Teilzeit arbeiten Dann können wir das ja ein bisschen diese Apfelbierende vergleich.

00:45:53: Wenn man sagt der bereinige PayGab Rechnet man sowas raus wie Tätigkeit, Qualifikationen also Erwerbsbiografie dann liegt der Unterschied noch immer bei sechs Prozent.

00:46:04: Das heißt wenn das alles herausgerechnet ist und wir wirklich Apfel mit Apfel vergleichen ausschließlich das geschlechteste Unterschied.

00:46:10: da sind ja immer noch sechs Prozent unterschied.

00:46:13: Und wie können wir da sagen es ist dann halt so oder naja nein Ich find das total krass, dass es ein Jahr für Jahr auch wie so eine routinierte Schublade ist die aufgemacht wird.

00:46:24: Dann ist Equal Payday und alle nur so ja und übrigens wandert der ja auch weil er wird dann immer dann gesetzt bis zu welchem Zeitpunkt Frauen umsonst sozusagen arbeiten.

00:46:34: also das ist der Hintergrund dahinter.

00:46:37: Und kannst du das nochmal erklären?

00:46:39: ganz kurz?

00:46:41: Genau da ist er meistens

00:46:42: rund

00:46:42: um März und dann heißt das bis dahin haben Frauen um sonst gearbeitet Und ab dann werden sie erst bezahlt, also um dann auch noch mal diese Größenordnung aufzuzeigen.

00:46:54: Wie krass das eigentlich ist dass zwei Menschen ausschließlich aufgrund des Geschlechts unterschiedlich bezahlt werden bzw.

00:47:02: einmal nicht bezahlt und einmal bezahlt.

00:47:05: Also wäre das andersrum der Aufschrei mindestens genauso groß.

00:47:09: aber ich glaube es würde einfach auch nicht so lange dauern bis das geschlossen wird.

00:47:12: was soll das?

00:47:13: Und als ich meine, mit Gaps kann man dann... Es gibt ja wahnsinnig viele Gaps.

00:47:17: Wir können Orgasm-Gap besprechen und ganz andere Gaps noch besprechen aber vor allem die Gendercare-Gab ist natürlich total krass.

00:47:24: also wie viel Kehrarbeit wird von wem übernommen gerade in der Rush Hour des Lebens?

00:47:28: Also so wo dann die nächsten Schritte in Familienplanung, Job und Co anstehen ist das Peak bei den thirty vierjährigen.

00:47:36: da übernehmen Frauen doppelt so viel Keharbeit als Männer Und irgendwoher kommt, also wir haben ja gleich viel

00:47:42: Zeit alle.

00:47:43: Das

00:47:43: heißt natürlich kann ich die Zeit dann nicht investieren in meine Karriere zum Beispiel.

00:47:47: und da ist die Frage wie kann man das dann?

00:47:49: Das sind natürlich die individuelle Ebene auf der einen Seite so wie können wir das fairer verteilen?

00:47:54: aber es ist eben nicht nur eine Frage okay wie klären wir das bei uns in der Familie?

00:47:58: weil ich glaube da können viele Frauen zustimmen.

00:48:01: Da kommt auch der Kontext die Struktur außen rum hinzu.

00:48:06: In welche Entscheidung werden wir irgendwie auch mehr oder minder so reingezwungen?

00:48:09: Und ich glaube da ist halt auch ein Riesenhebel, den ich finde der wie viel zu selten adressiert wird.

00:48:15: Also warum brauchst du denn Feminismus?

00:48:17: Wegen der ganzen Gaps unter anderem CareGap, PayGap HealthGap also GenderHealthGap es gibt einfach geschlechtsspezifische Unterschiede in den Diagnosen bedeutet auch dass einfach der männliche Körper in der Medizin und in der Forschung ganz lange als Standard gelten hat.

00:48:32: Und jetzt versuche ich mich nicht, in Rage zu reden.

00:48:33: Aber das sind alles so viele Dinge und die habe ich versucht auch wirklich ganz ... wie soll ich sagen?

00:48:38: Ganz nüchtern erst mal aufzuzählen ohne dass es langweilig ist.

00:48:41: Weil ich weiß gar nicht, ob man auf die Idee kommen könnte, dass wir schon gleichberechtigt sind.

00:48:45: Also, wie erklären wir uns dann all diese Dinge?

00:48:48: Die sind nicht von der Hand zu weisen!

00:48:50: Es ist, glaube ich, so viel Subtil

00:48:52: was uns denken lässt, aber im normalen Alltag sehe ich jetzt nicht, dass du benachteilt bist als Frau.

00:48:59: Nee... Gut, vielleicht schaust du nicht genau hin.

00:49:02: Vielleicht ist es auch nicht deine Art ... Deine Lebensrealität?

00:49:05: Es gibt die Pink-Tags, weil ich nopte das schon mal gehört hast also Dienstleistungen und Produkte, die teurer sind.

00:49:10: Also es gibt hier auch geschlechtsspezifische Unterschiede Preisunterschiede!

00:49:15: Der Rasierer,

00:49:16: ich

00:49:16: glaube das krasseste war mal der Preisunverschied zwischen rasierern für Frauen und Männer Also pink und blau, ne jetzt mal ganz

00:49:24: überspitzt

00:49:25: So warum isst das so?

00:49:26: Und ja, Frauen sind natürlich auch ein mega Markt.

00:49:30: Also, ich glaube wir können jetzt hier mega krass einsteigen.

00:49:32: Aber ne?

00:49:32: Ich glaube das sind schon viele Eckpunkte die deutlich machen und ich versuche es total unaufgeregt zu erklären und zu erzählen weil das einfach auch Fakten sind die nachzuschauen sind, die halt einfach da sind und ich wünschte ja auch dass sie nicht da wären.

00:49:47: Aber ja deswegen schreibe ich heute noch diese Bücher

00:49:49: oder

00:49:50: diese Art von Buch und es braucht ganz viele Bücher davon in den verschiedensten Facetten bitte.

00:49:55: Und ein anderes Beispiel ist auch noch hier Sicherheit.

00:49:58: zum Beispiel gab's ganz lange

00:49:59: kein Crash

00:50:00: Test Dummy der so schwer und so groß beziehungsweise klein ist wie eine Frau.

00:50:06: also auch da war die Norm der männliche Crash Test dummy.

00:50:09: Also ich bin halt auch kein Achtzig Kilo, Neunzig Kilomann.

00:50:13: Was bedeutet das in der Übersetzung so für Risiko bei Autounfällen und so weiter?

00:50:19: Und ich glaube, dass ist schon

00:50:21: krass!

00:50:22: Ich weiß nicht wenn sich jetzt... Wenn es andere Geschlechtszuhört und dann zu jahrelnd klingt nicht so geil.

00:50:28: Also ich finde schon da ist noch nach oben.

00:50:31: Das sind Daten und Fakten würde ich mal sagen.

00:50:33: Total Weil ich finde schon, das sind alles Punkte die so richtig sauer machen können.

00:50:38: Also ich bin auch richtig wütend.

00:50:39: vielleicht klingt es hier in der Folge die ganze Zeit so naja ja nur dass ist schon... Es ist schon unfair, es ist vieles noch ist luftlach oben und auch Männer leiden.

00:50:49: Ich find's aber so wichtig!

00:50:49: Ich bin stings sauer.

00:50:51: also ich bin wirklich wütender Und ich habe für mich nur entschieden diese Wut umzusetzen in ich schreibe dazu dann ein buch.

00:50:58: ich versuche einen Dialog zu gehen ich versuch Räume aufzumachen damit wir uns besser verstehen und denselben Kurs wählen Weil Feminismus ist auf all das die Antwort.

00:51:07: Also egal wer darunter leidet, Feminismus ist die Antwort auf diese Herausforderung gesellschaftlich, die wir haben und das wünsche ich mir so sehr auch in diesem öffentlichen Diskurs viel mehr als dieses Gegeneinander.

00:51:17: also Männer hast es kein Feministus Frauen an die Macht ist kein Femminismus.

00:51:22: um das wieder zurückzuholen Die eigentliche Idee dahinter ist eine richtig gute Fähre.

00:51:32: Vielen Dank, Laura.

00:51:33: So

00:51:34: durchatmen.

00:51:36: Einmal tief durchatmend.

00:51:38: Weil das sonst so weich gespült

00:51:39: klingt und

00:51:41: ich will es auch nicht

00:51:42: relativieren.

00:51:43: Ich möchte es aber differenzieren.

00:51:44: Das ist ein Unterschied.

00:51:46: Ja vielen dank.

00:51:47: wenn du hast noch einen Impuls also für eine junge frau zwischen sei mal mal sechzehnundachzehn Wenn du ihr ein Rat mitgeben könntest, welcher wäre das?

00:52:02: Was dir von niemandem aufgrund deines Geschlechts erzählen was du kannst und was du

00:52:07: nicht kannst

00:52:09: oder sein sollst.

00:52:13: Also es ist nichts für Frauen, das kannst du nicht weil Du bist zu ambitioniert für eine Frau zähmelt whatever nein bist du nicht.

00:52:22: Ja!

00:52:22: Und dann dass du heute hier warst

00:52:25: Danke, dass ich da sein durfte und das platzieren durfte.

00:52:27: Es hat mir sehr viel Spaß gemacht wie immer und ich weiß, dass wir jetzt noch den ganzen Tag sprechen könnten aber das tun wir dann auch mal wieder bei einem Dinner oder

00:52:34: so!

00:52:35: Oder bei einer Lesung, Laura?

00:52:37: Ja richtig!

00:52:39: Also es wird eine Lesung geben liebe Hörerinnen in Elthwille

00:52:45: ja

00:52:45: und darüber werden wir natürlich noch rechtzeitig informieren.

00:52:49: Oh,

00:52:49: da freue ich mich sehr drauf.

00:52:50: Ich mich auch!

00:52:52: Bis dann!

00:52:54: Ciao.

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